Bonhof will „Büchsenwurf-Trauma“ nicht vergessen

Rainer Bonhof, Vizepräsident des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach kann und will den legendären Büchsenwurf-Skandal im Europapokal von 1971 gegen Inter Mailand nicht vergessen. „Das Büchsenwurf-Trauma ist natürlich immer noch voll präsent. Da würde ich lügen, wenn ich was anderes behaupten würde. Das wird auch mein ganzes Leben lang so bleiben“, sagte Bonhof im Interview der „Bild“-Zeitung (Dienstag). Am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) tritt die Borussia zum Saisonauftakt in der Champions League bei Inter Mailand an.

20.10.2020, 11:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rainer Bonhof, Vizepräsident von Borussia Mönchengladbach. Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa/Archivbild

Rainer Bonhof, Vizepräsident von Borussia Mönchengladbach. Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa/Archivbild

Vor 49 Jahren, am 20. Oktober 1971, gehörte Bonhof als Spieler zum Gladbacher Team, das Mailand 7:1 bezwang. Nachdem Inter-Profi Roberto Boninsegna in der Partie von einer Getränkedose getroffen und ausgewechselt wurde, wurde das Ergebnis annulliert. Nach einer 2:4- Niederlage im Rückspiel und einem 0:0 im Wiederholungsspiel schied Gladbach schließlich aus dem Europapokal aus. Boninsegna wurde eine Schauspiel-Einlage vorgeworfen. „Das war damals eine Riesen-Unverschämtheit, und das werde ich auch nie verzeihen. Und dann löscht die UEFA dieses Ergebnis auch noch aus ihren offiziellen Statistiken. Allein deshalb muss man immer wieder daran erinnern“, meinte Bonhof.

Vor der aktuellen Inter-Auswahl hat er Respekt, glaubt aber ebenso an einen guten Start in die Gladbacher Europapokal-Saison. „Lukaku, Vidal, Eriksen, Sanchez - Inter hat schon Jungs, die man international gut kennt. Wir müssen so spielen, dass die anschließend auch ein paar Namen von uns sehr gut kennen. Dass wir gut genug Fußball spielen können und da nicht chancenlos sind, steht aber auch außer Frage“, erklärte Bonhof.

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