Blitzarmes Jahr 2019 - NRW im Mittelfeld

Im vergangenen Jahr hat der Blitz innerhalb von Nordrhein-Westfalen am häufigsten im Kreis Minden-Lübbecke - 1671 Mal - eingeschlagen. Auf Platz zwei kam der Kreis Lippe mit 1638 Einschlägen, wie der Blitz-Informationsdienst von Siemens am Dienstag mitteilte. Auch im Hochsauerlandkreis (1438 Fälle) und im Kreis Steinfurt (1383) zählten die Experten besonders viele Erdblitze. Es folgten der Kreis Borken, der Rhein-Sieg-Kreis und die Kreise Höxter und Euskirchen mit allesamt deutlich über 1000 Blitzeinschlägen. Am seltensten kam es zu solchen Phänomenen in Herne mit nur 22 Fällen, in Remscheid (49) und Bonn (52).

28.07.2020, 05:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Blitz schlägt ein. Foto: Thomas Rensinghoff/dpa/Archiv/Symbolbild

Ein Blitz schlägt ein. Foto: Thomas Rensinghoff/dpa/Archiv/Symbolbild

Als Bundesland lag NRW mit einer Dichte von 0,87 registrierten Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer nahe am Bundesdurchschnitt von 0,9 Einschlägen. Insgesamt sei 2109 ein blitzarmes Jahr gewesen - mit rund 329 000 Einschlägen in Deutschland, also 26 Prozent weniger als 2018. Der Grund: Es sei zu trocken gewesen. Gewitter benötigten Hitze und Feuchtigkeit. Deutschlands Blitzhauptstadt war demnach Speyer in Rheinland-Pfalz. Der 12. Juni wurde als blitzreichster Tag 2019 genannt.

Der Elektro- und Technologiekonzern analysiert seit 1991 die registrierten Blitze und sendet Warnhinweise an die Gewitteralarm-Kunden wie Wetterdienste, Versicherungen, Industrieunternehmen aller Branchen oder auch Betreiber von Stromnetzen. Blitze können Schäden an elektrischen Geräten verursachen. Hochempfindliche Elektronik in Fernsehern, Satellitenempfängern, Waschmaschinen oder Industriesteuerungen kann sogar auch dann beschädigt werden, wenn der Blitz in größerer Entfernung einschlägt.

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