Biker protestierten gegen mögliches Sonntagsfahrverbot

Bis zu 8000 Motorradfahrer trafen sich am Samstag in Düsseldorf, um gegen eine Initiative des Bundesrats zur Reduzierung von Motorradlärm zu demonstrieren. In Essen waren die Proteste am Sonntag eine Nummer kleiner - und komplizierter.

04.07.2020, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Tausende Biker haben am Wochenende in Nordrhein-Westfalen gegen ein mögliches Sonntagsfahrverbot für Motorräder demonstriert. Zentrum der Proteste war Düsseldorf, wo sich am Samstag bis zu 8000 Motorradfahrer auf den Messeparkplätzen zu einer Protestveranstaltung trafen. Die Kundgebung verlief laut Polizei „ruhig und vorbildlich“.

Vereinzelt sei es bei der Anreise der Konvois, die teilweise aus bis zu hundert Motorrädern bestanden, zu kleineren Verkehrsstörungen oder Staus gekommen. In Siegen zeigten sich rund 130 Motorradfahrer öffentlichkeitswirksam, um gegen die Initiative des Bundesrats zur Reduzierung von Motorradlärm zu protestieren. Laut Polizei lief auch diese Demonstration störungsfrei.

Am Sonntag gab es in Essen eine weitere Protestkundgebung von mehreren Hundert Bikern, deren Anmelder nach Angaben der Polizei Bezüge ins Rockermilieu hatte. Begleitet wurde die Veranstaltung von einer Gegendemonstration, zu der das Aktionsbündnis „Essen stellt sich quer“ aufgerufen hatte, das bei der Bikerveranstaltung eine gezielte Unterwanderung von Rechtsextremen vermutete.

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