Betrug mit Wohnmobilen: Angeklagte schweigen bislang

Mit der Verlesung der Anklage hat am Donnerstag vor dem Landgericht Paderborn ein Prozess um mutmaßlich betrügerischen Handel mit Wohnmobilen begonnen. Die Angeklagten aus Essen und Gelsenkirchen sollen wiederholt unter falschem Namen über Online-Plattformen Wohnmobile von Privatleuten angemietet und mit gefälschten Papieren an gutgläubige Dritte verkauft haben. Dazu sollen sie bei Zulassungsbehörden verschwundene Blanko-Fahrzeugpapiere eingesetzt haben. Ein vierter Mann ist wegen Beihilfe angeklagt. Bis Februar sind noch sechs Verhandlungstage angesetzt.

03.12.2020, 14:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Am ersten Prozesstag äußerten sich die Angeklagten zunächst nicht zu den Vorwürfen. Ob sie sich einlassen, ist noch offen. Insgesamt entstand laut Anklage bei vier Verkäufen 118 000 Euro Schaden.

Aufgeflogen war der mutmaßliche Betrug, als ein Fahrzeugvermieter in Gütersloh misstrauisch wurde. Er hatte ein präpariertes Wohnmobil per Anzeige angeboten und die Polizei eingeschaltet. Die griff bei der vermeintlichen Übergabe zu. Ein anderes Fahrzeug war bei einer Fahrzeugkontrolle in Passau entdeckt worden. Die neuen Besitzer waren ahnungslos.

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