Betroffene aus Kreis Heinsberg: „Wir stehen zusammen“

Die unter häusliche Quarantäne gestellten Menschen im Kreis Heinsberg erhalten aus ihrem Umfeld nach Worten einer Betroffenen viel Unterstützung: Bekannte bringen Einkäufe und Essen vorbei und stellen es vor die Tür. Das schilderte eine Frau, deren Sohn in den Kindergarten geht, in dem die an Covid 19 erkrankte und weiter in der Uniklinik Düsseldorf behandelte Erzieherin arbeitet. „Die Kinder gehen auch schon mal in den Garten, das ist ja das Gute an einer ländlichen Gegend. In der Stadt würde uns wahrscheinlich die Decke auf den Kopf fallen.“ In ihrer Familie zeige niemand Symptome.

29.02.2020, 10:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine leere Strasse. Foto: Oliver Berg/dpa

Eine leere Strasse. Foto: Oliver Berg/dpa

Großes Mitgefühl herrsche gegenüber dem Ehepaar, bei dem das Virus zuerst festgestellt wurde: „Die kennen wir sehr gut. Wir hoffen alle, dass sie bald wieder nach Hause kommen und dass alles gut ausgeht“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe aber auch unverantwortliche Anfeindungen in den sozialen Medien, denen zufolge das Ehepaar unverantwortlich gehandelt haben soll. Einige in der Nachbarschaft fühlten sich von der Öffentlichkeit stigmatisiert, sagte die Betroffene, die ihren Namen nicht nennen möchte.

Die häusliche Quarantäne für geschätzt rund 1000 Menschen im Kreis sollte im Laufe des Samstag für viele enden.

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