Bericht: Bochum gehört zu bedrohten Clubs in Corona-Krise

Der Fußball-Zweitligist VfL Bochum gehört zu den in der Corona-Krise stark gefährdeten Clubs. Bereits im Mai drohe dem ehemaligen Bundesligisten im schlimmsten Fall die Insolvenz, berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (Montag). „Die Insolvenz wäre ein Szenario, wenn keine der Maßnahmen von Vereins- oder Ligaseite greifen würde, quasi ein Worst-Worst-Case-Szenario. Wir tun derzeit und zukünftig alles dafür, dass dieses Szenario nicht eintreten wird“, sagte VfL-Geschäftsführer Ilja Kaenzig der „WAZ“.

06.04.2020, 11:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der „Kicker“ hatte zuletzt von 13 von 36 Proficlubs - vier Bundesligisten und neun Zweitligisten - berichtet, denen bereits im Mai oder Juni eine Insolvenz drohe, sollte die wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit unterbrochene Saison nicht wie geplant im Mai wieder fortgesetzt werden können. Konkrete Namen hatte das Fachblatt indes nicht genannt.

Das Problem des schuldenfreien Revierclubs sei es demnach, dass keine Rücklagen vorhanden seien. Kaenzig rechnet indes ausdrücklich nicht mit einer Insolvenz: „Wir sind davon überzeugt, dass die Maßnahmen, die geplant sind, ganz oder in großen Teilen greifen.“ In Bochum haben Profis und Geschäftsführung auf zehn bis 15 Prozent ihres Gehalts verzichtet, viele Mitarbeiter sind in Kurzarbeit.

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