Bereits mehr als 180.000 Anträge auf Soforthilfen

Tausende Selbstständige und Kleinunternehmen haben seit Freitag in Nordrhein-Westfalen bereits Anträge auf Soforthilfen in der Corona-Krise gestellt. Bis Sonntagabend seien mehr als 180 000 Anträge zu dem Hilfsprogramm eingegangen, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Montag. Rund zwei Drittel davon seien bereits bewilligt worden. Die Auszahlung soll ab Ende der Woche erfolgen.

30.03.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

In den zuständigen Bezirksregierungen hatten Mitarbeiter am Wochenende dafür Extraschichten eingelegt. „Das ist ein toller Erfolg und eine starke Teamleistung der öffentlichen Verwaltung. Als einziges Bundesland hat Nordrhein-Westfalen bislang ein von Anfang bis Ende vollständig digitales und bürgerfreundliches Verfahren, das sich als außerordentlich leistungsfähig erweist“, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP).

Sowohl der Bund als auch das Land haben direkte Zuschüsse für Unternehmen beschlossen, deren Geschäft angesichts der Corona-Pandemie leidet oder ganz ausfällt. Betriebe mit bis zu fünf Angestellten können 9000 Euro beantragen, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15 000 Euro. Mittelgroße Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern haben Anspruch auf 25 000 Euro. Die Unternehmen müssen dabei nachweisen, dass sie auf behördliche Anordnung bis auf Weiteres geschlossen bleiben müssen, ihr Umsatz extrem rückläufig ist oder ihre vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die Kosten zu decken.

„Die kleinen Unternehmen, Selbstständigen und Gründer sind das Rückgrat der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen, sie können sich in der Krise auf die Solidarität der Gemeinschaft verlassen“, so Pinkwart.

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