Belüftung nicht gesichert: Stadt schließt zehn Sporthallen in Lünen

Coronavirus

Die Stadt schließt bis auf Weiteres zehn Turnhallen in Lünen. Betroffen ist der Schul- und Vereinssport. In den zehn Hallen könne die Belüftung wohl nicht ausreichend sichergestellt werden.

Lünen

, 23.10.2020, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch die Sporthalle der Matthias-Claudius- und Gottfriedschule (Archivbild) ist von der Schließung betroffen.

Auch die Sporthalle der Matthias-Claudius- und Gottfriedschule (Archivbild) ist von der Schließung betroffen. © Beate Rottgardt

Ab sofort werden in Lünen zehn Turnhallen für den Schul -und Vereinssport geschlossen. Diese Entscheidung hat der Stab Außergewöhnliche Ereignisse (SAE), der Krisenstab der Stadtverwaltung, am Freitag (23.10.) beschlossen. Als Grund teilt die Pressestelle in einer Erklärung mit, dass die Belüftung in den betroffenen Hallen wohl nicht ausreichend sichergestellt werden könne.

Geschlossen werden die Turnhallen folgender Grundschulen: Viktoriaschule, Schule am Heikenberg, Overbergschule (beide Standorte), Matthias-Claudius- und Gottfriedschule, Kardinal-von-Galen-Schule sowie Osterfeldschule. Geschlossen bleiben außerdem die Turnhalle der Ludwig-Uhland-Realschule, die Turnhalle der Realschule Altlünen und die Sporthalle Brambauer an der Diesterwegstraße.

Welche Sportvereine die Hallen nun nicht mehr nutzen können, dazu machte die Stadt am Freitag keine Angaben.

Stadt muss Durchlüftung sicherstellen

Als Betreiber der Sport- und Turnhallen könne die Stadt die in § 9 der Coronaschutzverordnung geforderte „gute Durchlüftung“ einiger Hallen nicht sicherstellen, heißt es in der Pressemitteilung. Weil die Stadt aber dazu verpflichtet ist, das gefahrlose Sporttreiben zu ermöglichen, sehe sie sich gezwungen, die Hallen bis auf Weiteres zu schließen. Bisher sei es möglich gewesen, die Hallen bei durchgehend geöffneten Türen und Fenstern und eingeschalteten Belüftungsanlagen zu nutzen. Mit zunehmend sinkenden Außentemperaturen sei das durchgehende Offenhalten der Türen und Fenster bei gleichzeitigem Sportbetrieb in den betroffenen Hallen nicht mehr zielführend, erläutert die Stadt.

„Aufgrund der aktuellen Situation wollen wir hier Vorsicht walten lassen. Die Infektionszahlen steigen weiter deutlich an. Um die Sportlerinnen und Sportler sowie die Schülerinnen und Schüler keiner vermeidbaren Gefahr auszusetzen, haben wir uns dazu entschlossen, bestimmte Sporthallen in Lünen bis auf Weiteres zu schließen“, wird der für Schulen und Sport zuständige Beigeordnete Horst Müller-Baß in der Pressemitteilung zitiert.

Schnelle Lösung nicht in Sicht

Die Stadt habe einen Gutachter beauftragt, der die Belüftungssituation genauer bewerten und eventuell alternative Lösungen finden soll. Er werde in Kürze seine Arbeit aufnehmen. Die Stadt rechnet nicht mit einer schnellen Lösung: „Wegen der Vielzahl der Hallen – nicht nur in Lünen –, unterschiedlicher Bauausführungen und fehlender Richtwerte wird die Begutachtung einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Stadt kann daher noch nicht sagen, wann und unter welchen Voraussetzungen eine Halle wieder geöffnet werden kann.“

Die betroffenen Schulen und Vereine sind informiert worden. Die Stadt bittet um Verständnis für die Entscheidung. Alternativen werde sie in den wenigsten Fällen anbieten können. Sie werde allerdings keine Nutzungsgebühren für den Zeitraum der Sperrung erheben.

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