BBL-Chef kritisiert Entscheidung für Team-Quarantäne

Nach Corona-Fällen bei den Basketball-Bundesligisten medi Bayreuth und Telekom Baskets Bonn hat BBL-Geschäftsführer Stefan Holz die Entscheidung für eine Quarantäne der kompletten Teams kritisiert. „In beiden Fällen wäre es aus Sicht unseres Hygieneboards absolut zu verantworten gewesen, nur die Infizierten zu isolieren und die Spiele stattfinden zu lassen“, sagte Holz am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Nach Einschätzung der Fachleute bei der Liga seien beide Mannschaften nicht infektiös gewesen.

25.10.2020, 12:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Ball liegt auf einem Basketball-Spielfeld. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Ein Ball liegt auf einem Basketball-Spielfeld. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Wegen eines positiven Corona-Tests bei einem Spieler der Telekom Baskets Bonn und zwei positiven Tests im Team und Teamumfeld bei medi Bayreuth hatten die jeweils zuständigen Gesundheitsämter eine komplette Mannschafts-Quarantäne angeordnet. Damit mussten die Partien beider Teams im Pokal an diesem Wochenende abgesetzt werden.

„Es steht in keinem Verhältnis, wenn wir eine Infektion im erweiterten Mannschaftskreis mit einer geringen Viruslast haben und eine ganze Mannschaft mit 20 Leuten für zwei Wochen wegsperrt wird. Das ist aus unserer Sicht nicht geboten. Wenn das die Regel wird, funktioniert es definitiv nicht mehr“, sagte Holz. „So werden unsere Hygienekonzepte, für die wir von Politik und Behörden viel Lob erhalten haben, ad absurdum geführt.“

Nach sechs Corona-Fällen bei Alba Berlin konnten bereits die drei Spiele des Hauptstadtclubs im Pokal nicht stattfinden. „Der Fall Alba Berlin war völlig anders gelagert, da haben wir das Spiel vorsorglich abgesetzt, weil es einen höheren Infektionsgrad gab“, sagte Holz. Die ursprünglich für Anfang November geplante Endrunde in München musste ebenfalls bereits verlegt werden.

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