Söder: Bayern ruft wegen der Coronakrise den Katastrophenfall aus

Coronavirus

Bayern ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus‘ den Katastrophenfall aus. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche.

München

16.03.2020, 10:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verkündete am Sonntagabend, den Katastrophenfall in Bayern ausrufen zu wollen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verkündete am Sonntagabend, den Katastrophenfall in Bayern ausrufen zu wollen. © picture alliance/dpa

Söder ruft im Freistaat den Katastrophenfall aus: Mit dem Schritt sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten. Zuvor hatten die „Nürnberger Nachrichten“ darüber berichtet.

Neben den bekannten Schritten wie einer Schließung aller nicht systemrelevanten Geschäfte soll dann auch die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium soll - so berichtet die Zeitung - zudem sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich sogenannte temporäre Krankenhäuser einrichten lassen. Sie sollen demnach in Messe-, Sport- und Konzerthallen entstehen, falls die Zahl der Erkrankten drastisch steigt.

Keine Ausgangssperren in Bayern wegen Corona

Anders als in anderen Ländern soll es wegen des Coronavirus in Bayern zunächst keine Ausgangssperren geben. „Das ist derzeit nicht geplant“, sagte Söder (CSU) am Sonntag im BR Fernsehen. Er appelliert aber an alle Bürger, sich genau zu überlegen, welche Orte man besuchen wolle. Um die Grundversorgung der Menschen zu sichern, werde Bayern die Ladenöffnungszeiten für Lebensmittelgeschäfte verlängern.

RND/dpa/ka

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