Bayer-Hauptversammlung entlastet Konzernchef Baumann

Keine zweite Ohrfeige für Bayer-Chef Werner Baumann: Die Hauptversammlung hat den Vorstand des Pharma- und Agrarchemiekonzerns am Dienstag mit großer Mehrheit entlastet. Bei der wegen der Corona-Krise erstmals komplett online durchgeführten Hauptversammlung gab es am Dienstag 92,6 Prozent Ja-Stimmen für die Entlastung des Vorstandes, wie der scheidende Aufsichtsratschef Werner Wenning nach der Auszählung der Stimmen berichtete. Enthaltungen wurden bei der Berechnung allerdings nicht berücksichtigt.

28.04.2020, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, sitzt bei einer Pressekonferenz. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, sitzt bei einer Pressekonferenz. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Bei der Bayer-Hauptversammlung 2019 hatte eine Mehrheit der Anteilseigner dem Vorstand wegen der umstrittenen Übernahme des US-Konzerns Monsanto überraschend die Entlastung verweigert. Es war das erste Mal, das einem amtierenden Vorstandsvorsitzenden eines Dax-Konzerns so etwa geschah. Die Ohrfeige der Aktionäre hatte damals für Schlagzeilen gesorgt. Direkte Folgen für den Vorstand hatte der Schritt allerdings nicht. Mit Entlastungen sprechen die Aktionäre dem Management ihr Vertrauen aus.

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