Bayer-Aktien steigen nach Milliardenvergleich kräftig

Bayer-Aktien haben am Donnerstag mit kräftigen Kursgewinnen auf den Milliardenvergleich in mehreren US-Rechtsstreitigkeiten reagiert. Die Papiere des Leverkusener Pharma- und Chemiekonzerns schossen auf der Handelsplattform Tradegate vorbörslich um fast 9 Prozent auf 76,19 Euro hoch. Damit nähern sie sich wieder dem Jahreshoch vom Februar bei 78,34 Euro.

25.06.2020, 09:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Bayer Kreuz, Logo des Unternehmens Bayer, steht zwischen Bäumen. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Das Bayer Kreuz, Logo des Unternehmens Bayer, steht zwischen Bäumen. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Bayer hatte am Mittwochabend mitgeteilt, man werde sich die Einigung mit zahlreichen US-Klägern mehr als zehn Milliarden Euro kosten lassen. Dabei geht es vor allem um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat. Mit dem Kompromiss sollten etwa 75 Prozent der aktuellen Roundup-Verfahren abgeschlossen werden - mit insgesamt etwa 125 000 eingereichten und nicht eingereichten Klagen. Auch die übrigen Verfahren sollten innerhalb der kommenden Monate zum Abschluss kommen, hieß es.

Analysten reagierten erleichtert. HSBC-Experte Stephen McGarry empfahl Bayer-Papiere mit einem neuen Ziel von 85 Euro zum Kauf. Er hatte mit einer Belastung von 20 Milliarden Euro aus den US-Rechtsstreitigkeiten gerechnet. Nach der Beilegung dampfte er sie nun im Bewertungsmodell auf gut 12 Milliarden Euro ein. Experte Falko Friedrichs von der Deutschen Bank sah es als positive Überraschung, dass drei Dispute auf einmal ausgeräumt worden seien.

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