Bauernpräsident kritisiert unklare Lage nach Tönnies-Stopp

Rund zwei Wochen nach dem Produktionsstopp im Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück übt der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband Kritik an der unklaren Lage. „Die Gesundheit der Beschäftigten und der Bevölkerung vor Ort müssen bei allen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens weiterhin oberste Priorität haben. 14 Tage nach der Schließung des Schlachthofs muss jedoch die Frage erlaubt sein, warum immer noch nicht klar ist, wann der Betrieb in Rheda - zumindest schrittweise - wieder aufgenommen werden kann“, sagte WLV-Präsident Hubertus Beringmeier laut Mitteilung am Donnerstag in Münster.

02.07.2020, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hubertus Beringmeier hockt vor einem offenen Rinderstall mit Bullen. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Hubertus Beringmeier hockt vor einem offenen Rinderstall mit Bullen. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Politik, Verwaltung und Unternehmen hätten ein vergleichbares Problem im Westfleisch-Schlachthof Coesfeld innerhalb von gut einer Woche gelöst. „Jetzt erleben wir, dass sich maßgebliche Personen lieber um die eigene Profilierung kümmern und politische Machtkämpfe auf dem Rücken der Bauern austragen“, sagte Beringmeier. Der Schweinezüchter forderte alle maßgeblichen Akteure auf, „umgehend ihrer großen Verantwortung für Mensch und Tier nachzukommen und endlich auch die wachsenden Platzprobleme in der heimischen Tierhaltung mit in den Blick zu nehmen“.

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