Bauern aus Werne schildern Landwirtschaftsministerin persönlich ihre Sorgen

Ministerin zu Gast

Es war nicht der Coronavirus, der die Landwirtschaftsministerin im Griff hatte. Sondern der starke Berufsverkehr, der sie am Donnerstag mit halbstündiger Verspätung nach Werne kommen ließ.

Werne

, 06.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein, umringt von (v. l.) Bürgermeister Lothar Christ und den Initiatoren der Blühstreifen-Aktion, Annegret Lohmann, Robert Schulze Kalthoff und Michael Zurhorst.

NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein, umringt von (v. l.) Bürgermeister Lothar Christ und den Initiatoren der Blühstreifen-Aktion, Annegret Lohmann, Robert Schulze Kalthoff und Michael Zurhorst. © Stephanie Viefhues

NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser war zu einem Info- und Diskussionsabend mit Landwirten aus Werne und Umgebung eingeladen. Um 18 Uhr sollte die Veranstaltung am Donnerstag, 5. März 2020, im Hotel am Kloster stattfinden. Doch der starke Berufsverkehr hinderte die Ministerin an einem pünktlichen Erscheinen.

Vor dem eigentlichen Anlass stand noch eine schöne Pflicht: Im Beisein vom Bürgermeister Lothar Christ und den Organisatoren des Abends trug sich Heinen-Esser ins Goldene Buch der Stadt ein. Dann ging es zur Sache.

Zwei der Organisatoren der Blühstreifenaktion, Robert Schulze Kalthoff und Ratsfrau Annegret Lohmann, zeigen den „5-vor-12“-Kuchen in Sachen Gewässerschutz, den sie der Ministerin überreichen wollen.

Zwei der Organisatoren der Blühstreifenaktion, Robert Schulze Kalthoff und Ratsfrau Annegret Lohmann, zeigen den „5-vor-12“-Kuchen in Sachen Gewässerschutz, den sie der Ministerin überreichen wollen. © Jörg Heckenkamp

Das Thema, das der Landwirtschaftliche Ortsverband vorgegeben hatte, lautete „Biodiversität und Gewässerbelastung“. Zum Thema Gewässerbelastung nahm Kreisverbands-Vorsitzender Hans-Heinrich Wortmann Stellung. An verschiedenen Beispielen stellte er klar, dass die Landwirte im Gegensatz zu häufigen Anwürfen viel für den Gewässerschutz tun würden.

So gebe es in Werne auf einer Länge von insgesamt 43 Kilometern fünf Meter breite Uferrandstreifen. Also Schutzstreifen zwischen Feldern und Gewässer. Anschließend stellte Michael Zurhorst die von ihm und Robert Schulze Kalthoff sowie Annegret Lohmann ins Leben gerufene Blühstreifen-Aktion vor. Bürger können für 18 Euro eine „Blühpatenschaft“ für 50 Quadratmeter Fläche übernehmen. Michael Zurhorst: „Das ist sehr erfolgreich.“

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