Backkünste aus Afghanistan

Das Café Backinsel

In erster Linie ist die Backinsel an der Präsidentenstraße ein Café. Aber in dessen Natur der Sache liegt ein zentrales Element, das ganz von selbst die Integrationsarbeit erleichtert.

17.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Etwas Leckeres aus dem Ofen und dazu ein paar nette Gespräche, das ist das Rezept der Backinsel.

Etwas Leckeres aus dem Ofen und dazu ein paar nette Gespräche, das ist das Rezept der Backinsel. © Marcel Drawe

Seit Januar leiten Lejla Azimi und ihr Mann Said Hamid die Geschicke der Backinsel und öffnen ihr Café regelmäßig für Veranstaltungen der benachbarten Integrationsagentur der Awo. Natürlich ist diese inoffizielle Außenstelle in erster Linie ein Café, aber in dessen Natur der Sache liegt ein zentrales Element, das ganz von selbst die Integrationsarbeit erleichtert.

Afghanische Spezialitäten in der Backinsel

In einem Café wird viel geredet. Und Reden ist einer der zentralen Punkte, wenn es um Integration geht. Die 40-jährige Lajla Azimi und ihr Mann kommen ursprünglich aus Afghanistan, sie ist ehrenamtlich als Übersetzerin und Dolmetscherin am Kommunalen Integrationszentrum tätig, er ist Bauingenieur und seit 20 Jahren Hobbykoch.

Der 50-Jährige ist vor 30 Jahren aus Kabul nach Deutschland gekommen und hat schon immer ein Händchen für die Gastronomie gehabt. In ihrem Café bietet das Ehepaar jetzt neuerdings auch ein Frühstücksbüfett wie im Restaurant an und hat Platz für Feiern bis 30 Personen. Eine neue Spezialität ist das Afghanische Flammenbrot, ein Fladenbrot und gefüllte Teigtaschen, die vor Ort frisch zubereitet werden.