Baby zum Sterben am Straßenrand abgelegt: 26-jährige Mutter erhält Urteil

Kriminalität

Eine Mutter legt ihr neugeborenes Kind an einer Straße ab und lässt es dort sterben. Vor dem Landgericht Rostock muss sich die 26-Jährige verantworten, jetzt gibt es ein Urteil.

Rostock

04.03.2020, 10:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blumen, Kerzen und Plüschtiere stehen an einer Stelle am Straßenrand im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen, wo eine 26-jährige Mutter ihr Neugeborenes zum Sterben zurückgelassen hatte.

Blumen, Kerzen und Plüschtiere stehen an einer Stelle am Straßenrand im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen, wo eine 26-jährige Mutter ihr Neugeborenes zum Sterben zurückgelassen hatte. © picture alliance/dpa

Wegen der Tötung ihres neugeborenen Kindes hat das Landgericht Rostock eine 26-jährige Frau zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Richter befanden die Angeklagte am Mittwoch des Totschlags für schuldig. Sie hatte in der Nacht zum 25. Mai 2019 im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen neben einer Tischtennisplatte das Mädchen entbunden und es unter einen Busch an einer Straße abgelegt. Eine Passantin fand das tote Baby am Nachmittag des nächsten Tages.

Laut Obduktion starb es an Unterkühlung. Die Mutter wurde zwei Tage später in der Nähe des Tatorts in der Wohnung ihrer Eltern festgenommen. Danach verbrachte sie mehrere Wochen in psychiatrischer Behandlung. Der Prozess fand zum Schutz der Intimsphäre der Angeklagten weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

RND/dpa