Auswirkungen Sturm Victoria: Gesperrte Straße und wandernde Altkleider-Container

Feuerwehr Werne

Es war ein wenig wie am vergangenen Wochenende: Kräftiger Wind schüttelte die Region um Werne durch. Doch im Vergleich zu Orkantief Sabine war Sturm Victoria schwächer.

Werne

, 17.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Per Motorkettensäge oder Muskelkraft wurden die Bäume in der Nacht von Sonntag auf Montag (16. auf 17. Februar 2020) von den Straßen geräumt.

Per Motorkettensäge oder Muskelkraft wurden die Bäume in der Nacht von Sonntag auf Montag (16. auf 17. Februar 2020) von den Straßen geräumt. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Der für das Wochenende 15./16. Februar 2020 vorhergesagte Sturm entwickelte erst am späten Sonntagnachmittag seine Kraft. Böen rüttelten an Fensterläden und Bäumen. Aber im Vergleich zu Sturmtief Sabine eine Woche zuvor war das Tief Victoria vergleichsweise harmlos.

So kam es auch nur zu wenigen Einsätzen für die Freiwillige Feuerwehr Werne beim Durchzug der Kaltfront von Sturmtief Victoria am Sonntagabend, 16. Februar 2020. Die erste Alarmierung erfolgte um 18.58 Uhr. Es hieß, ein Ast rage auf die Fahrbahn der Südkirchener Straße. Die Einsatzkräfte eines Hilfslöschfahrzeuges (HLF 20) und der Drehleiter suchten eine Weile, wurden dann aber fündig und beseitigten das Hindernis mit Muskelkraft, indem der Ast zur Seite gezogen wurde.

An verschiedenen Stellen, etwa am Martinsweg oder der Varnhöveler Straße, waren Bäume auf die Fahrbahn geweht worden.

An verschiedenen Stellen, etwa am Martinsweg oder der Varnhöveler Straße, waren Bäume auf die Fahrbahn geweht worden. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Noch während der Arbeiten meldete die Kreisleitstelle zwei Altkleider-Container, die sich im Bereich des Hansarings selbstständig gemacht hatten. Offensichtlich hatten kräftige Böen die Container verschoben. Zu dieser Einsatzstelle wurde der Rüstwagen disponiert, der nach kurzer Zeit die Erledigung des Auftrags melden konnte.

Nahezu gleichzeitig erfolgte eine Meldung, dass auf dem Martinsweg, Höhe Einmündung Am Romberg, ein Baum umgestürzt war. Diesen Auftrag übernahmen wiederum das Löschfahrzeug sowie die Drehleiter des Zuges Stadtmitte und beseitigten das Hindernis per Motorkettensäge. Der Martinsweg blieb für etwa 30 Minuten gesperrt.

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Und wiederum noch während der Arbeiten am Martinsweg erfolgte um 19.55 Uhr die Alarmierung zur Varnhöveler Straße. Hier lag ebenfalls ein Baum auf der Fahrbahn, der von der Löschgruppe Langern per Motorkettensäge beseitigt wurde.

Die bereits alarmierten Kräfte aus Stadtmitte konnten die Einsatzfahrt abbrechen. Danach blieb es für die 26 Einsatzkräfte der Löschgruppe Langern und des Löschzugs Stadtmitte, die mit fünf Fahrzeugen unterwegs waren, eine ruhige Nacht.

Vor einer Woche hatte die Feuerwehr Werne bei Orkantief Sabine deutlich mehr zu tun. Vor allem in der Nacht von Montag auf Dienstag (10. auf 11. Februar 2020) gab es einen folgenschweren Einsatz mit zwei Verletzten. Bis um 2.30 Uhr in dieser Nacht verzeichnete die Wehr acht Einsätze.

Insgesamt bewältigte die Freiwillige Feuerwehr an dem langen Sturm-Wochenende weitere 17 Einsätze in allen Löscheinheiten: Stadtmitte 11, Langern 4, Stockum 2, Holthausen 1. Insgesamt bescherte Orkan Sabine der Werner Wehr also 25 Einsätze. Das ist etwa die Hälfte der Einsätze beim Sturm Friedericke im Jahr 2018, als die Freiwilligen Wehrleute rund 50 sturmbedingte Einsätze bewältigten.

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