Ausbau von schnellem Festnetz-Internet kommt voran

Der Ausbau schneller Internetleitungen in Nordrhein-Westfalen macht Fortschritte. Inzwischen könnten zwei Drittel der hiesigen Haushalte auf gigabitfähige Netze zugreifen, erklärte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf nach einem Treffen mit Vertretern der Internetbranche. „In der Coronakrise zeigt sich, wie wichtig modernste Breitbandnetze für Wirtschaft und Gesellschaft sind.“

18.11.2020, 17:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Marcel Kusch/dpa-Pool/dpa/Archivbild

Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Marcel Kusch/dpa-Pool/dpa/Archivbild

Gut die Hälfte der Schulen (51 Prozent) seien bereits an das schnelle Netz angeschlossen, für fast alle restlichen Bildungseinrichtungen (45 Prozent) liefen entsprechende Arbeiten. Seit 2018 hat die Privatwirtschaft in NRW den Angaben zufolge 3,2 Milliarden Euro in das digitale Festnetz investiert, von Bund und Land kamen 1,1 Milliarden Euro an Fördergeldern.

Vodafone hat nach eigenen inzwischen 4,8 Millionen Anschlüsse gigabitfähig gemacht, das ist ein Plus von 0,3 Millionen seit Mitte September. Gigabitfähig heißt, dass diese Haushalte einen Vertrag für ein Downloadtempo von bis zu 1000 Megabit (1 Gigabit) pro Sekunde abschließen könnten. Wie viele Haushalte in dem Bundesland dies tatsächlich tun, ist nicht bekannt.

Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter kündigte an, das Netz zu verbessern und das Downloadtempo schrittweise von derzeit maximal einem Gigabit auf maximal 10 Gigabit anzuheben. „Gerade die vergangenen Monate mit viel Home-Office haben es gezeigt: Gigabit-Netze bringen mehr Lebensqualität und sind der entscheidende Rohstoff für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand“, so der Manager.

Der neue Deutschlandchef der Telekom, Srini Gopalan, kündigte an: „Wir werden über 1240 Schulen in NRW mit einem Glasfaseranschluss versorgen. Das ist ein Drittel mehr, als wir in Aussicht gestellt hatten.“ Rund 18 000 Unternehmen in rund 90 Gewerbegebieten könnten Gigabit-Anschlüsse der Telekom buchen. In den kommenden beiden Jahren wolle die Telekom 1,3 Milliarde Euro in den Netzausbau in NRW investieren.

Auch regionale Anbieter sind mit beim Thema schnelles Internet mit im Boot, so haben zum Beispiel NetCologne und NetAachen von 2018 bis 2020 haben ihr Netz um 54 000 auf 593 000 Glasfaseranschlüsse erweitert. Zudem ist die Deutsche Glasfaser mit von der Partie. Die Firma baut in ländlichen Gebieten schnelle Netze, hierbei spielen staatliche Fördergelder eine Rolle.

Weitere Meldungen