Aufhebung der Maskenpflicht: Landesregierung zurückhaltend

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zurückhaltend auf den Vorstoß aus Mecklenburg-Vorpommern zur Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel reagiert. Eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, trotz der insgesamt positiven Entwicklung der Infektionszahlen sei die Gefahr der Pandemie noch lange nicht gebannt.

05.07.2020, 16:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Werbung erinnert an die Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Eine Werbung erinnert an die Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild

„Solange wir ohne wirksamen Impfstoff und Medikamente mit dieser neuen, ungewohnten Situation leben, werden die Menschen weiterhin mit Regeln und Veränderungen umgehen müssen. Dazu werden noch für einige Zeit unter anderem Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln und die Mund-Nasen-Bedeckung gehören“, betonte sie. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ darüber berichtet.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte der „Welt am Sonntag“ gesagt: „Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten.“ Er gehe davon aus, dass das Landeskabinett das Ende der Maskenpflicht in Geschäften am 4. August beschließen werde, also nach dem Ende der Sommerferien im Nordosten.

Glawe kündigte auch Gespräche mit Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. „Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel“, sagte er. Sachsen prüft ebenfalls eine Abschaffung.

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