Auf Kosten des Chefs den Privatwagen betankt: Lüner schwänzt Prozess

Amtsgericht

Drei Mal soll ein Lüner auf Kosten seines ehemaligen Arbeitsgebers seinen Privatwagen betankt haben. Vor Gericht erschien der einschlägig vorbestrafte Mann nicht. Das wird teuer.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 15.11.2020, 07:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit der Tankkarte seines früheren Arbeitgebers hat ein Lüner drei Mal den Tank des eigenen Pkw gefüllt. Beim vierten Mal wurde die Karte gesperrt. Jetzt war der Gerichtsprozess.

Mit der Tankkarte seines früheren Arbeitgebers hat ein Lüner drei Mal den Tank des eigenen Pkw gefüllt. Beim vierten Mal wurde die Karte gesperrt. Jetzt war der Gerichtsprozess. © picture alliance/dpa

Auf Kosten seines früheren Arbeitgebers füllte ein Lüner offenbar immer wieder den Tank seines Privatwagens. Nun hätte der 51-Jährige auf der Anklagebank sitzen sollen, erschien jedoch nicht. Folgenlos blieb das Ganze für ihn trotzdem nicht.

Für die Spritversorgung der Firmenwagen stattete das betroffene Unternehmen den Lüner mit einer Tankkarte aus. Und die wusste der 51-Jährige augenscheinlich bestens zu nutzen – für seine ganz eigenen Zwecke. Laut Anklage betankte er sein Auto binnen weniger Tage im Dezember 2019 und zückte, als es um das Zahlen ging, die Firmenkarte. So „sparte“ er insgesamt etwa 150 Euro Benzinkosten. An Heiligabend versuchte er sein Glück offenbar ein viertes Mal und hatte Pech: Nun war die Karte gesperrt.

Geldstrafe per Strafbefehl

Betrug in drei Fällen und ein Versuch sollten dem Lüner nun in einem Prozess vor dem Amtsgericht zur Last gelegt werden. Zwei Tage vorher meldete er sich bei Gericht und erklärte, er sei krank. Daraufhin wies ihn der Richter auf die Notwendigkeit eines ärztlichen Attests hin. Als die Sache dann verhandelt werden sollte, fehlte der 51-Jährige und ein ärztliches Attest lag auch nicht vor. Das hatte Folgen: Auf Antrag der Vertreterin der Staatsanwaltschaft wurde der bereits einschlägig vorbestrafte Mann per Strafbefehl zu 3000 Euro Geldstrafe verurteilt.

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