„Wir sind fassungslos“: Reaktionen auf den Vandalismus im Selmer Auenpark

dzKlettergerüst

Nach dem Vandalismus vom Wochenende ist das Klettergerüst im Spielplatz im Selmer Auenpark seit Mittwoch wieder freigegeben. Was bleibt ist aber viel Unverständnis - und Wut - gegenüber den Tätern.

Selm

, 05.08.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das hätte wirklich zu schlimmen Unfällen kommen können: Unbekannte Täter haben am Wochenende auf dem Spielplatz im Auenpark ziemliche Schäden verursacht. Am großen Klettergerüst haben sie die Quetschverbindungen zwischen Seilen und Halterungen gelöst, wie die Stadt Selm der Redaktion auf Anfrage bestätigt hatte. An dem etwa zehn Meter hohen Spielgerät hätte es also zu schlimmen Unfällen kommen können.

Die Stadt hatte schnell gehandelt und das Gerüst wegen der Unfallgefahr abgesperrt. Mittlerweile ist es auch schon wieder freigegeben: Stadtsprecher Norbert Zolda hatte das am Mittwoch für 15 Uhr angekündigt.

Jetzt lesen

Was bleibt ist allerdings bei vielen Selmern ein großes Unverständnis für die Tat am gerade frisch für die Kinder eingeweihten Spielplatz. „In den 20 Jahren, die ich in Selm wohne, war ich noch nie so wütend wie beim Lesen des jüngsten Vandalismus an dem neuen Spielgerät im Auenpark!“, schreibt beispielsweise der RN-Leser Siegfried Müller in einem Leserbrief an die Redaktion. Die User auf der Facebook-Seite verleihen ihrer Wut ähnlich deutlich Ausdruck. „Unfassbar“, kommentiert eine Selmerin.

„Wenn man so etwas liest müsste man eigentlich enttäuscht sein. Irgendwo habe ich aber mit Vandalismus in den ersten Tagen gerechnet (war in Lüdinghausen letztens auch so). Deshalb bin ich einfach nur sauer und hoffe auf Mithilfe bei der Aufklärung“, kommentiert ein anderer. Wer etwas Verdächtiges bemerkt hat und Hinweise zu den Tätern hat, kann sich bei der Stadt unter Tel. (02592) 69222 melden.

Wie sieht es aus mit einer Videoüberwachung?

Auch das Thema Videoüberwachung wird weiter diskutiert: „Dieser unsägliche Vandalismus muss ein Ende haben. Da hilft nur eine 24-stündige Videoüberwachung. Es muss doch möglich sein diese Idioten zu erwischen“, schreibt ein User in einem Kommentar bei Facebook.

Eine Videoüberwachung wird es im Auenpark auch geben: Das ist schon lange in der Planung. Allerdings waren die Kameras zum Zeitpunkt der Taten noch nicht installiert. Das soll nun aber „in Kürze“ geschehen, wie die Stadt auf Anfrage der Redaktion erklärte.

Jetzt lesen

Grundsätzlich, auch das betonen viele RN-Leser, sei der Spielplatz ja wunderschön geworden. Das sagt auch eine Selmerin der Redaktion gegenüber am Telefon. Jeden Tag sei sie nun schon mit ihren Enkeln vor Ort gewesen - am Mittwoch hatte sie dabei eine lose Platte an einem Spielgerät festgestellt. Mitarbeiter der Stadt waren danach vor Ort, konnten aber Entwarnung geben. „Die Spielgeräte wurden komplett überprüft. Es ist alles ok“, erklärte Norbert Zolda.

Die Reparaturen am Klettergerüst hatte eine Fachfirma vorgenommen, sagte er außerdem. Die Rechnung dafür, so Zolda, liege der Stadt noch nicht vor, deshalb könne er noch keine Aussage dazu machen, wie teuer es war, die Schäden wieder in Ordnung zu bringen.

Lesen Sie jetzt