Archivar entdeckt mögliche Dürer-Stiche in Klosterbibliothek

In einer mittelalterlichen Klosterbibliothek in Goch am Niederrhein sind in Büchern aus dem 15. Jahrhundert zwei Stiche entdeckt worden, die vermutlich von Albrecht Dürer stammen. Beide Abbildungen fänden sich in Büchern des französischen Theologen und Kanzlers der Universität Sorbonne in Paris, Johannes Gerson (1363-1429), und stellten wohl den Autor dar, berichtete der Archivar Laurenz van der Linde am Dienstag. Die Stiche sind Teil der großen Bibliothek des Collegiums Augustinianum Gaesdonck, eines Bischöflichen Internatsgymnasiums. Andere Medien berichteten.

25.08.2020, 13:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er sei sicher, dass die unsignierten Arbeiten von Dürer (1471-1528) stammen, sagte van der Linde. Ein Exemplar sei voriges Jahr in Berlin versteigert worden. Es gebe auch in der Diözesanbibliothek Münster einen Hinweis. Schuldirektor Markus Oberdörster erklärte: „Das ist schon eine kleine Sensation und belegt die historische Qualität unserer Bibliothek und die lange Geschichte unseres Hauses.“

Die einstige Klosterbibliothek umfasst nach Angaben der Universität Köln etwa 6000 Bände sowie 21 mittelalterliche Handschriften und ungefähr 150 Inkunabeln, das sind gedruckte Bücher aus dem 15. Jahrhundert. Verkauft werden sollen die mutmaßlichen Dürer-Stiche nicht. Das schließe schon die Satzung der Stiftung, die das Gymnasium trägt, aus, sagte der 90-jährige Archivar.

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