Arbeitsmarkt in Lünen: Sinkende Zahlen, wachsende Angst vor Corona

Arbeitslosenzahlen

Die Arbeitlosenzahl ist im März in Lünen leicht zurückgegangen. Der Trend dürfte sich schnell umkehren, denn die Auswirkungen der Corona-Krise werden sich erst in den nächsten Monaten zeigen.

Lünen

, 31.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Arbeitsagentur rechnet mit massiven Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt.

Die Arbeitsagentur rechnet mit massiven Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt. © dpa

Im März waren laut Arbeitsagentur Hamm 4259 Menschen in Lünen ohne Job, das sind 85 weniger als im Februar 2020 und sogar 156 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt damit in Lünen aktuell bei 9,3 Prozent.

Eine Entwicklung, die angesichts der aktuellen Ereignisse bald nur noch Makulatur sein dürfte. Zum einen hat Caterpillar angekündigt, das Lüner und das Dortmunder Werk zu schließen - mehr als 1000 Jobs fallen weg. Wann genau, das weiß derzeit allerdings noch niemand.

Zum anderen wird die Corona-Krise den Arbeitsmarkt mit voller Wucht treffen - daran hat auch Thomas Helm, Leiter der Arbeitsagentur Hamm, keinen Zweifel: „Corona wird zu steigender Arbeitslosigkeit und sinkender Beschäftigung führen.“

Längere Bearbeitungszeiten für Kurzarbeitergeld

Entscheidend für das Ausmaß sei, wie lange der derzeitige Stillstand andauern wird. „Können wir in den nächsten sechs bis acht Wochen zur Normalität zurückkehren, rechnen wir ab der zweiten Jahreshälfte mit einer Entspannung und sinkender Arbeitslosigkeit.“

Besonders deutlich werden die Corona-Auswirkungen für den heimischen Arbeitsmarkt bei den Kennzahlen zur Kurzarbeit. Anfragen und Anzeigen von Unternehmen im Kreis Unna stiegen laut Arbeitsagentur „ab der Monatsmitte auf eine nie gekannte Größe an“. Angesichts dieses Ausmaßes würden sich die Bearbeitungszeiten voraussichtlich zunächst verlängern.

Weniger Arbeitslose auch im Kreis Unna

Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 368 auf 14.292. Im Vergleich zu März 2019 ging die Arbeitslosigkeit um 199 (-1,4 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 6,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 6,9 Prozent.
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