Arbeiten für Kreisel gestartet: Greift die Stadt nun gegen Falschparker an Münsterstraße durch?

dzVerkehr in Werne

Die Arbeiten für den Kreisverkehr an der Münsterstraße haben am Montag begonnen. Wird die Stadt nun konsequenter gegen die vielen Falschparker auf dem Seitenstreifen der einstigen B54 vorgehen?

Werne

, 21.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Seitenstreifen auf der Münsterstraße fahren viele Autofahrer an, die einen kostenlosen und einen zentralen Parkplatz in Werne suchen. Aber eigentlich gilt hier seit Dezember ein absolutes Halteverbot.

Denn hier sollten zum Ende des Jahres 2019 nach dem Abriss der Fußgängerbrücke die Arbeiten für den Kreisverkehr beginnen. Doch immer wieder verzögerte sich der Baustart. Und die Stadt drückte ein Auge zu bei den vielen Falschparkern auf der Münsterstraße.

An Parksituation hat sich nichts geändert

Doch am Montag, 17. Februar, sind die Arbeiten am Becklohhof gestartet. Hier werden Gas- und Wasserleitungen umgelegt und der Unterboden abgetragen. Wenn es auf der Baustelle los geht, dann werde die Stadt auch konsequenter durchgreifen gegen die Falschparker, hieß es noch vor zwei Wochen aus dem Tiefbauamt der Stadt Werne.

Doch jetzt, wo die Bagger rollen, hat sich an der Parksituation nichts auf der Münsterstraße geändert. Immer noch stehen hier Auto an Auto auf dem rechten Seitenstreifen in Richtung Lünen. Die Schilder, die auf das Halteverbot hinweisen, sind verschwunden. Darf man nun dort parken oder nicht?

Ja, darf man. Zumindest gilt das für den Bereich hinter der Baustelle auf der Ecke Becklohhof/Burgstraße, wie Jürgen Menke aus dem Ordnungsamt der Stadt Werne auch Nachfrage erklärt.

Kein Platz zum Parken

Die Baustelle sei so eingerichtet, dass keine parkenden Fahrzeuge im Weg seien. „Da, wo die Baustelle ist, hat die Baufirma sowieso Absperrbaken aufgestellt. Und da ist sowieso kein Platz zum Parken“, so Menke. Und im weiteren Verlauf der einstigen B54 dürfen zwar keine Lkw- aber Autofahrer weiterhin auf dem Seitenstreifen parken.

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Zumindest so lange, bis die Arbeiten an der Münsterstraße beginnen. Wann das sein wird, ist noch nicht abzusehen, erklärt Adrian Kersting, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Werne. Es könnte wohl noch einige Wochen dauern. Aber spätestens dann dürfen auf der Höhe der Baustelle keine Autos an der einstigen B54 stehen.

Ordnungsamt lässt Autos auch abschleppen

Ab dann werde das Ordnungsamt auch drastischer gegen Falschparker vorgehen, erklärt Jürgen Menke. Neben „Knöllchen“ könnten auch Autos abgeschleppt werden, wenn sie die Baustelle behindern.

Hinter der Absperrung steht Auto an Auto auf dem Seitenstreifen.

Hinter der Absperrung steht Auto an Auto auf dem Seitenstreifen. © Andrea Wellerdiek

Bisher haben die parkenden Fahrzeuge die Baufirma noch nicht gestört, erzählt Adrian Kersting. Das ändert sich aber, wenn die Arbeiten Richtung Münsterstraße ausgeweitet werden. Über ein Park- und Halteverbot werde man die Bürger mindestens drei Tage im Voraus mit Hinweisschildern informieren, erklärt Jürgen Menke.

Auf der Ecke Becklohhof/Burgstraße entsteht ein Kreisverkehr. Es ist der Auftakt des regionalen Groß-Projektes „Werne neu verknüpft“.

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