Appell des Bürgermeisters: „Panik-Reaktionen wird es hier nicht geben“

Corona-Krise

Die Infektionszahlen steigen wieder. Deshalb appelliert Bürgermeister Dimitrios Axourgos, Eigenverantwortung und Solidarität zu zeigen. „Corona ist noch längst nicht vorbei“, mahnt er.

Schwerte

27.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Dimitrios Axourgos wendet sich zum Thema Corona an die Menschen in Schwerte.

Bürgermeister Dimitrios Axourgos wendet sich zum Thema Corona an die Menschen in Schwerte. © Thomas Seuthe Fotografie

Alles andere als ein Silberstreif am Horizont seien die aktuellen Entwicklungen der Corona-Infektionszahlen hier in Schwerte, schreibt Bürgermeister Dimitrios Axourgos in seinem jüngsten Appell.

Noch nicht lange sei es her, dass man sich angesichts der fallenden Zahlen in Sicherheit wiegen wollte. Doch in kürzester Zeit, seit den jüngsten Lockerungen, hat sich die Zahl verachtfacht, schreibt Axourgos. „Das macht mir und meiner Verwaltung Sorgen. Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, im Zusammenspiel mit anderen Behörden angemessen auf die neuen Herausforderungen zu reagieren.“

Zuverlässiges Gesundheitssystem in Schwerte

Der Bürgermeister macht aber auch deutlich, keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen. Man wolle die Krise ruhig und sachlich bewältigen. „Alleine auf Panik gegründete Reaktionen wird es in dieser Stadt nicht geben, das kann ich Ihnen versprechen.“

Und schon in der ersten Jahreshälfte hätten sich das Gesundheitsmanagement und die medizinische Versorgung durch Arztpraxen und Krankenhäuser als zuverlässig in der Pandemie entpuppt.

Aber vielmehr liege es in der Verantwortung der Schwerter, die Situation im Zaun zu halten, so Axourgos: „Ich nehme aber auch Sie alle ausdrücklich mit ins Boot! Ich appelliere an Ihren gesunden Menschenverstand, an Ihre Eigenverantwortung und an Ihre Solidarität den Menschen gegenüber, die Sorge haben vor einem verantwortungslosen Umgang mit der Situation.“

Bürgermeister Axourgos: „Jeder ist wichtig!“

Denn die Corona-Krise sei – und das zeige sich schließlich an den jüngsten Zahlen – noch nicht vorbei. Wer helfen will, sie einzudämmen, soll auf Abstands- und Hygieneregeln achten und auch andere Menschen dazu anhalten.

Und auch wirtschaftlich sei es gerade eine harte Zeit in der Ruhrstadt, sagt das Stadtoberhaupt: „Steuereinnahmen brechen weg, Sozialausgaben in Folge von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit steigen. Die Erfolge unserer bisher so erfolgreichen Haushaltskonsolidierung werden damit zunichte gemacht.“ Dass im Bund die Notwendigkeit erkannt worden sei, angeschlagenen Kommunen unter die Arme zu greifen, das sei immerhin positiv.

In den vergangenen Wochen sei vor allem eines deutlich geworden: „Jeder ist wichtig“. so Axourgos. „Das sollten wir uns auch für die Zeit nach der Krise merken.“ Das gelte für alle Schwerter – egal, ob im Ordnungsamt und anderen Bereichen der Stadtverwaltung, in Kindergärten und Schulen, in Altenheimen oder Krankenhäusern – „die Mitarbeiter haben außergewöhnliches geleistet und tun das immer noch.“

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