Ansturm auf Badeseen hält Kommunen auf Trab

In der aktuellen Gluthitze hält der Ansturm auf Seen, Flüsse und Bäder in Nordrhein-Westfalen die Kommunen in Atem. So bleibt in Duisburg die Sperrung einer beliebten Wiese am Masurensee mit einem Bauzaun bis auf Weiteres bestehen, nachdem es dort am vergangenen Wochenende zu voll geworden war. Das Ordnungsamt werde dort auch in den nächsten Tagen verstärkt kontrollieren, sagte eine Sprecherin am Montag. In dem See, der zur sogenannten Sechs-Seen-Platte gehört, ist das Baden nicht erlaubt.

10.08.2020, 14:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Düsseldorf wollte am Montag eine Expertenrunde beraten, wie die Lage am Unterbacher See entschärft werden kann, wo am Wochenende mehr Menschen in die beiden Strandbäder wollten als wegen Corona erlaubt. Wartende waren daraufhin an der Schlange vorbei in die Bäder eingedrungen. Der Badbetreiber rief schließlich die Polizei. Anzeigen gab es aber keine. Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hatte schon am Sonntag eine „coronakonforme Erhöhung der Besucherkapazität“ vorgeschlagen. Ergebnisse will die Stadt erst am Dienstag veröffentlichen.

Auch abseits der Ballungsräume wurde es voll. An den Godelheimer See in Höxter etwa waren am Samstag so viele Autos gekommen, dass ein Krisenstab aus Bürgermeister, Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Tourismus und Sicherheitsdienst zusammentrat. Kurzerhand wurde der Parkplatz am Sonntag komplett geschlossen. Am Montag war er wieder geöffnet. „Der Sicherheitsdienst ist vor Ort. Der Andrang ist überschaubar“, sagte Stadtsprecher Sebastian Vogt. Für das weitläufige, frei zugängliche Gelände gibt es keine Kapazitätsgrenzen.

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