Ansammlungsverbot: Polizei lobt „besonnenes Verhalten“

Nach dem Erlass eines Ansammlungsverbotes in Dortmund hat die Polizei am Sonntag ein erstes positives Fazit gezogen. Die Appelle von Stadt und Polizei schienen nachhaltig gewirkt zu haben, teilte die Polizei am Sonntag mit. „Die Dortmunder haben verstanden, dass die Situation ernst ist und reagieren besonnen“, sagte der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange.

22.03.2020, 13:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Streifenwagen der Polizei fährt durch die Fußgängerzone. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Ein Streifenwagen der Polizei fährt durch die Fußgängerzone. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Seit Mitternacht in der Nacht auf Samstag gilt in Dortmund wegen der Corona-Pandemie ein generelles Ansammlungsverbot. Zur Minimierung der Ansteckungsgefahr ist es verboten, dass mehr als vier Menschen im Freien zusammenkommen. Trotz des guten Wetters am Samstag zählte die Dortmunder Polizei nach eigenen Angaben bei ihren Kontrollen nur wenige Ansammlungen. Diese hätten sich in den allermeisten Fällen nach Einschreiten von Polizei und Ordnungsamt aufgelöst. Die Einsatzkräfte seien größtenteils auf Verständnis und Betroffenheit gestoßen. Lediglich in drei Fällen habe die Polizei Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz stellen müssen.

Polizeipräsident Lange äußerte sich nach dem ersten Einsatztag erleichtert und dankbar: „Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Dortmunderinnen und Dortmundern für ihre Besonnenheit im Umgang mit den hohen Infektionsrisiken. Für uns war nicht absehbar, wie die Bürgerinnen und Bürger mit dieser Ausnahmesituation umgehen werden.“ Die Kontrollen zur Einhaltung des Ansammlungsverbotes würden fortgesetzt, teilte die Polizei mit.

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