Ankündigung in Chat: 21-Jähriger soll rechtsextremistischen Anschlag geplant haben

Terrorismus

Ein 21-Jähriger aus Hildesheim soll in einem anonymen Internetchat einen Anschlag mit mehreren Toten angekündigt haben. Dabei wurde ein Bezug zu einem vergangenem Terrorakt hergestellt.

Hildesheim

08.06.2020, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein 21-Jähriger aus Hildesheim soll in einem Internet-Chat einen Anschlag mit mehreren Toten angekündigt haben. Das Oberlandesgericht Celle hat Ermittlungen aufgenommen.

Ein 21-Jähriger aus Hildesheim soll in einem Internet-Chat einen Anschlag mit mehreren Toten angekündigt haben. Das Oberlandesgericht Celle hat Ermittlungen aufgenommen. © picture alliance/dpa

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle ermittelt gegen einen Mann aus Hildesheim, der am vergangenen Freitag in einem anonymen Internetchat einen Anschlag mit mehreren Toten angekündigt haben soll. Der 21-Jährige habe sich bisherigen Erkenntnissen zufolge seit Längerem mit der Idee beschäftigt, bei einem Anschlag zahlreiche Menschen zu töten, um weltweite mediale Aufmerksamkeit zu erregen, teilte eine Sprecherin der Behörde am Montag mit.

Am Montag erließ das Landgericht Lüneburg einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Er war am Samstag nach einer richterlichen Anordnung zunächst in Gewahrsam genommen worden.

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle ermittelt gegen einen Mann aus Hildesheim, der am vergangenen Freitag in einem anonymen Internetchat einen Anschlag mit mehreren Toten angekündigt haben soll. Der 21-Jährige habe sich bisherigen Erkenntnissen zufolge seit Längerem mit der Idee beschäftigt, bei einem Anschlag zahlreiche Menschen zu töten, um weltweite mediale Aufmerksamkeit zu erregen, teilte eine Sprecherin der Behörde am Montag mit.

Dateien mit rechtsradikalen Inhalten

In dem betreffenden Internetchat habe der Beschuldigte den rechtsextremistischen Attentäter von Christchurch in Neuseeland erwähnt, der bei Angriffen auf Moscheen im März 2019 insgesamt 51 Menschen erschossen hatte, erläuterte die Sprecherin. Gleichzeitig habe der Mann angekündigt, er wolle ähnlich wie dieser handeln. Sein Ziel sei es, Muslime zu töten.

Bei den bisherigen Untersuchungen seiner elektronischen Datenträger, die von der Polizei beschlagnahmt wurden, fanden die Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft zufolge auch Dateien mit rechtsradikalen Inhalten. Zudem seien Waffen sichergestellt worden, die sich der Mann vermutlich zur Umsetzung der Anschlagspläne angeschafft habe.

Lesen Sie jetzt