Anklage wegen Geldautomatensprengungen erhoben

Nach einer Reihe von Geldautomatensprengungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat die Staatsanwaltschaft Trier Anklage gegen drei mutmaßliche Täter erhoben. Gegen zwei 22 Jahre alte Männer und eine 20-Jährige bestehe der Verdacht des versuchten schweren Bandendiebstahls. Dazu kommt der Vorwurf des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, wie die Staatsanwaltschaft Trier am Montag mitteilte. Die Anklage sei vor der Jugendkammer des Landgerichts Trier erhoben worden.

16.11.2020, 13:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein gesprengter Geldautomat. Foto: picture alliance / Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Ein gesprengter Geldautomat. Foto: picture alliance / Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Die drei sollen nach Ermittlungen des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz in vier Fällen versucht zu haben, Geldautomaten verschiedener Banken zu sprengen, um das darin befindliche Bargeld zu stehlen. Dabei sollen sie Gasgemische verwendet haben. Geld konnten sie den Angaben zufolge jedoch nicht erbeuten. Die beiden Männer sollen für die Sprengungen vor Ort, die Frau für die Planung und Vorbereitung der Taten zuständig gewesen sein. Alle drei stammen den Angaben zufolge aus Nordrhein-Westfalen. Sie seien bislang nicht vorbestraft.

In Antweiler konnten die Ermittler Anfang Juli dieses Jahres die Sprengung eines Geldautomaten verhindern. Dabei nahmen sie die beiden Männer fest. Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen. Sie sitzen seither in Untersuchungshaft. Der gegen die 20-Jährige ergangene Haftbefehl sei von Amtsgericht Tier gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, hieß es. Das Landgericht habe nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden. Ein Termin zur Hauptverhandlung stehe noch nicht fest.

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