Anklage nach mutmaßlicher Auto-Attacke in Bonn

Ein Jahr nach einem mutmaßlichen Auto-Angriff an einer Bonner Bushaltestelle hat die Staatsanwaltschaft eine junge Frau wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Das teilte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mit. Die heute 25-Jährige soll in der Nacht zum 25. August 2019 mit ihrem Auto auf zwei junge Männer, die an der Haltestelle standen, zugesteuert sein. Dabei sei ein 19-Jähriger angefahren und über die Motorhaube zu Boden geschleudert worden. Er wurde durch den Aufprall bewusstlos, erlitt eine Gehirnerschütterung und mehrere kleine Verletzungen. Lebensgefahr habe nicht bestanden, so die Ermittler.

20.08.2020, 15:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gegen die Kauffrau war zunächst sogar wegen versuchten Totschlags ermittelt worden. Laut Anklage soll es zwischen der Frau, die in der Nacht mit drei Freundinnen im Alter zwischen 16 und 38 Jahren in verschiedenen Bonner Lokalen unterwegs gewesen war, und den beiden Männern auf der Straße zu einem heftigen Streit gekommen sein. Die Frauen hätten sich angepöbelt und grundlos beleidigt gefühlt. Als die Angeklagte schließlich das Duo an der Bushaltestelle entdeckt habe, sei sie zunächst darauf zugefahren, um - so die Angeklagte - „die Männer zu erschrecken.“ Die Frau sei zunächst geflohen, kurz darauf aber festgenommen worden. Gegen die Fahrerin erging Haftbefehl, allerdings wurde er vom Haftrichter sofort außer Vollzug gesetzt.

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