Angriff auf Bestatter: Täter muss in die Psychiatrie

Ein psychisch kranker Mann wirft eine Gasflasche und einen brennenden Lappen durch das Schaufenster eines Bestatters. Jetzt ist er verurteilt worden.

23.03.2020, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach einem missglückten Brandanschlag auf einen Bestatter ist ein 66-jähriger Mann aus Gladbeck am Montag in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Der Angeklagte hatte am 1. August 2019 zunächst eine komplett geöffnete Gasflasche und anschließend einen brennenden Lappen durch das Fenster eines Gladbecker Bestatters geworfen. Zu einer Explosion war es nur deshalb nicht gekommen, weil die Flammen während des Flugs erloschen waren. Das Büro war zur Tatzeit zwar leer, in den darüberliegenden Wohnungen befanden sich jedoch acht Personen, die konkret gefährdet waren. Das Urteil lautet auf Mordversuch.

Der Angeklagte fühlte sich nach eigenen Angaben von dem Bestatter verfolgt, weil dieser ihm eine Rechnung über die Beisetzung seiner Mutter geschickt hatte. Der 66-Jährige will aber weder etwas mit seiner Mutter noch ihrer Beerdigung zu tun gehabt haben.

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