In vielen NRW-Städten fahren wieder keine Busse und Bahnen

Warnstreik

Zum Wochenauftakt hat die Gewerkschaft Verdi ein weiteres Mal zu Warnstreiks aufgerufen. Busse und Bahnen fallen in großen Teilen NRWs aus. Lesen Sie hier, wo in der Umgebung gestreikt wird.

Düsseldorf

18.10.2020, 18:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wegen Arbeitsniederlegungen werden zum Wochenauftakt in vielen Städten NRWs keine Busse und Bahnen fahren. (Symbolbild)

Wegen Arbeitsniederlegungen werden zum Wochenauftakt in vielen Städten NRWs keine Busse und Bahnen fahren. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Busse und Bahnen fallen am Wochenanfang in großen Teilen Nordrhein-Westfalens aus. Die Gewerkschaft Verdi rief für Montag zu ganztägigen Warnstreiks unter anderem in Düsseldorf, Düren, Hagen, Münster, Krefeld und Köln auf.

In der Domstadt fahren laut Verkehrsbetrieben keine Stadtbahnen, Busse von Subunternehmern sind nur vereinzelt unterwegs. In Düsseldorf und den umliegenden Städten ruht der Nahverkehr komplett, ebenso ist es in Essen und Mülheim. In den anderen Städten dürfte es ähnlich sein - Verdi rechnet mit flächendeckenden Ausfällen der Verbindungen.

In dem Tarifkonflikt will Verdi unter anderem durchsetzen, dass die maximale Arbeitszeit im Fahrdienst von zwölf auf zehn Stunden sinkt und die Ruhezeit nach Schichtende von zehn auf elf Stunden steigt. Um die Zukunft des ÖPNVs zu sichern, seien attraktivere Rahmenbedingungen dringend nötig, argumentiert die Arbeitnehmervertretung.

Busse und Bahnen sollen nicht überall ausfallen

Der Warnstreik betrifft nach Verdi-Angaben ganz NRW, allerdings werden wohl nicht in allen Landesteilen die Busse und Bahnen ausfallen. In Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Bielefeld und Solingen sollen nur die Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen bestreikt werden und nicht die Fahrverbindungen.

Weiterer Streik am Dienstag

Am Dienstag wird es mancherorts zu weiteren Verbindungsausfällen kommen. Dann geht es um einen anderen Tarifkonflikt, und zwar um den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVÖD). Dessen Entgeltvereinbarung übernehmen die Nahverkehrsbetriebe, daher werden sich deren Beschäftigten am Arbeitskampf um diesen Vertrag beteiligen. Zum Beispiel fahren in Köln auch am Dienstag keine Stadtbahnen. Regionalzüge und S-Bahnen sind von den Arbeitsniederlegungen nicht betroffen.

Hier wird in der Umgebung gestreikt

Streik im Kreis Unna:

Fahrgäste im Kreis Unna müssen sowohl am Montag (19.10.) als auch am Dienstag (20.10.) mit erheblichen Einschränkungen im Linienverkehr rechnen - bei der VKU werden die Busse zum Großteil stillstehen.

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Streik in Dortmund und Castrop-Rauxel:

In Dortmund sind am Montag (19. Oktober) die Mitarbeiter in den Kundencentern von DSW21 und die Fahrkartenkontrolleure zum Streik aufgerufen. Am Dienstag (20. Oktober) gibt es dann einen ganztägigen Warnstreik.

Dazu aufgerufen sind aufgerufen sind die Stadtverwaltung Dortmund (inkl. Fabido, Theater und aller Eigenbetriebe), die Sparkasse Dortmund, DSW21 (ÖPNV), DEW21 und DoNetz, EDG, Wasserwerke Westfalen, Klinikum Dortmund, Klinikum Westfalen, Städtische Seniorenheime Dortmund, die LWL-Einrichtungen in Dortmund, sowie die Arbeitsagentur und Jobcenter Dortmund. Für die Nutzer des ÖPNV in Dortmund bedeutet das, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien am Dienstag nicht fahren werden.

Streik in Haltern und Dorsten:

Auch die Fahrgäste des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Haltern und Dorsten müssen sich Anfang der Woche erneut um Alternativen bemühen. Wie bereits erwartet, muss die Vestische ihre Busse aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nur am Montag (19. Oktober), sondern auch am Dienstag (20. Oktober) auf den Betriebshöfen in Herten und Bottrop stehen lassen. Auch Anruf-Sammel-Taxis und Taxi-Busse werden nicht im Einsatz sein. Die Kunden-Center bleiben geschlossen.

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dpa/mia

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