Als „Neue Auftraggeber“ holen Menschen Kunst in ihr Umfeld

Unter dem Titel „Neue Auftraggeber“ bemühen sich aktuell Menschen in bundesweit 17 Projekten um mehr Kultur in ihrem Umfeld. In der seit 2017 laufenden fünfjährigen Pilotphase fördert die Kulturstiftung des Bundes die Gesellschaft mit zwei Millionen Euro. Modellregionen sind dabei nach Angaben vom Donnerstag in Berlin als Flächenregionen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie als Industrieregion Nordrhein-Westfalen. Dort arbeiten die „Neuen Auftraggeber“ mit regionalen Einrichtungen wie dem Museum Abteiberg Mönchengladbach, dem Schloss Bröllin bei Stettin oder den Kunstvereinen in Schwerin und Potsdam als sogenannte Ankerpunkte zusammen.

05.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Projekte entstehen aus Ideen von Menschen oder Institutionen in ihrem jeweiligen Umfeld. Mit Hilfe von Moderatoren des Verbandes werden die Projekte entwickelt und geeignete Künstler gesucht. Für die Kosten bei der konkreten Umsetzung bemühen sich die „Neuen Auftraggeber“ dann um eine Mischfinanzierung.

In Eberswalde bei Berlin etwa wird aktuell ein Projekt entwickelt, bei dem in einer Siedlung durch Rückbau entstandene Lücken geschlossen und als verbindende Bereiche erschlossen werden sollen. In Greifswald soll mit künstlerischen Mitteln der Beitrag verdeutlicht werden, den eine Schule für die Stadtgesellschaft leistet. In Mönchengladbach wollen ein Arbeitslosenzentrum und eine Schule einen dazwischen liegenden Garten durch neue Gestaltung als gemeinsamen Begegnungsraum gewinnen.

Das Projekt geht zurück auf eine seit 1990 in Frankreich agierende Initiative. Weltweit wurden bisher mehr als 500 Projekte häufig mit namhaften Künstlern oder Gruppen realisiert.

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