Polizei: Barrikaden im Hambacher Forst sind abgebaut

Die Polizei hat bei ihrem Einsatz im Hambacher Forst nach eigenen Angaben erfolgreich mehrere Barrikaden abgebaut. Das Ziel, das man sich gesetzt habe, sei damit grundsätzlich erreicht worden, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag mit. Insgesamt seien drei Aufbauten an zwei Stellen in dem Wald zwischen Köln und Aachen abgebaut worden.

23.06.2020, 08:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Großen und Ganzen sei der Einsatz zunächst friedlich abgelaufen, sagte der Sprecher. Zwei Ingewahrsamnahmen habe es gegeben. Eine Frau habe sich in den Weg gesetzt, als ein Bagger angerückt sei. Zudem habe es einen weiteren kleinen Zwischenfall gegeben, der sich aber schnell erledigt habe. Details waren zunächst unklar, die Person ließ sich den Angaben zufolge aber widerstandslos in Gewahrsam nehmen.

Der Polizei hatte am Dienstagmorgen mit dem Einsatz begonnen. Es gehe nicht um die Räumung von Baumhäusern, sondern um die Beseitigung von Barrikaden, hatte sie erklärt. Die Wege durch den Wald müssten frei gehalten werden, da dieser sonst für Streifen- oder auch Rettungswagen nicht mehr passierbar sei. Das Anti-Kohle-Bündnis „Ende Gelände“ verurteilte die Polizeiaktion dagegen als Provokation. Die Barrikaden stellten für niemanden eine Gefahr dar.

Der Wald war 2018 zum Symbol des Kampfes zwischen Klimaschützern und Kohlebranche geworden. Nach Polizeiangaben halten sich dort immer noch etwa 100 Waldbesetzer auf.

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