Aktivisten besetzen Bagger im Tagebau Garzweiler

Aktivisten sind am frühen Freitagmorgen auf das Gelände des Tagebaus Garzweiler vorgedrungen. Nach Angaben einer Sprecherin des Anti-Kohle-Bündnisses „Einsatz Kohlestopp“ wollen sie damit einerseits den Kohlestopp erreichen und gleichzeitig ein Zeichen gegen das geplante Kohlegesetz der Bundesregierung setzen. Die Polizei bestätigte die Aktion am Freitagmorgen. Demnach seien Menschen im Laufe der Nacht in den Tagebau eingedrungen und auf insgesamt sechs Bagger geklettert.

26.06.2020, 07:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aktivisten von „Ende Gelände“ besetzen im Tagebau Garzweiler einen Braunkohle-Bagger. Foto: David Young/dpa

Aktivisten von „Ende Gelände“ besetzen im Tagebau Garzweiler einen Braunkohle-Bagger. Foto: David Young/dpa

Laut „Einsatz Kohlestopp“ seien rund 80 Menschen - etwa auch vom Bündnis „Ende Gelände“ - an der Aktion beteiligt. Der Betrieb stehe derzeit still. Die Aktion sei Teil einer Woche des Widerstands.

Das Rheinische Braunkohlerevier ist immer wieder Schauplatz von Protest-Aktionen. Bereits in der Vergangenheit drangen mehrmals Aktivisten in das Gelände ein. Im November 2019 etwa besetzten Greenpeace-Aktivisten einen Braunkohle-Bagger. Im Juni zuvor sorgte „Ende Gelände“ mit Blockaden für einen Großeinsatz der Polizei.

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