Aktionstag mit Kontrolle: Wer ohne Maske Zug fährt, muss zahlen

dzCoronavirus

Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei. Doch immer mehr Maskenmuffel sind in Bahnen und Bussen anzutreffen. Am Montag (24.8.) wurde verstärkt kontrolliert. Bei Lünern kam das gut an.

Lünen

, 24.08.2020, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verstärkte Kontrolle am Montag (24.8.): Im Blick hatten die Kontrolleure Leute, die in der Bahn keine Maske trugen. Das NRW-Verkehrsministerium hat einen Aktionstag mit Schwerpunktkontrollen in Zügen und an Bahnhöfen angekündigt - Ordnungsämter und Bundespolizei sollen die Maskenpflicht vermehrt durchsetzen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen.

Zusätzliches Servicepersonal

„An diesem Aktionstag sind alle Bahnbetreiber in NRW beteiligt“, sagt Nicole Pizzuti, Sprecherin der auch in Lünen fahrenden Eurobahn. So würde an diesem Tag zusätzliches Servicepersonal in den Zügen eingesetzt, das die Bundespolizei und die Ordnungsämter bei ihrer Arbeit unterstützt. Wer die Maskenpflicht missachtet, kann - wie es auch schon in den vergangenen Wochen und Monaten der Fall war - vom Personal des Zuges verwiesen werden. Der Fahrgast muss also an der nächsten Haltestelle aussteigen.

In Lünen stößt die verstärkte Kontrollaktion auf Zustimmung der Fahrgäste. Daniela Sielaff fährt täglich mit dem Zug von Lünen nach Dortmund. Sie findet es richtig, dass nun mehr kontrolliert wird: „Es laufen genug Leute mit der Maske unter der Nase oder ganz ohne Maske herum. Wir müssen uns alle an die Maskenpflicht halten“, so die Lünerin. Dem stimmt auch Fahrgast Tim Riemann zu: „Ich finde die Kontrollen gut und richtig. Es gibt viele Leute, die ohne Maske Bahn fahren und sich keine Gedanken um ihr Umfeld und dessen Schutz machen“, so der 20-jährige.

Jetzt lesen

Durch die verstärkten Kontrollen warten an einigen Bahnhöfen Beamte der Bundespolizei oder des Ordnungsamtes auf die „Maskenverweigerer“ und verhängen das Bußgeld. Das können die Kontrolleure in den Bahnen nicht, da es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit handelt. „Wir können lediglich von unserem Hausrecht Gebrauch machen“, erklärt Pizzuti.

Das Verkehrsministerium, die Deutsche Bahn und die Eisenbahnverkehrsunternehmen wollen mit dem Aktionstag ein Signal setzen, so Pizzuti weiter: „Die meisten Fahrgäste halten sich aber an die Maskenpflicht, Verweigerer sind eher die Ausnahme“.

Zustimmung der Lüner Fahrgäste

Am Aktionstag konzentrieren sich die Kontrollen zwar auf den Bahnverkehr, aber unabhängig davon sind auch in Bussen Bußgelder und Kontrollen möglich. So kann das Lüner Ordnungsamt jederzeit auf Abruf das Personal am Lüner Busbahnhof unterstützen und Verweise oder Bußgelder verhängen, wenn keine Maske getragen wird. Das teilte Benedikt Spangardt, Sprecher der Stadtverwaltung, auf Anfrage mit.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Prozess am Amtsgericht
Geburtstagsparty in Lünen endet mit Prügelei: Zeugen sind sich uneinig