Abi-Zeugnis gibt’s im kleinen Rahmen, Abi-Ball steht in den Sternen

dzLüner Gymnasien

Am Mittwoch (3.6.) absolvierten die Lüner Abiturienten ihre mündlichen Abi-Prüfungen. Doch ob und wann sie auch einen Abiball feiern werden, steht noch immer nicht fest.

Lünen

, 07.06.2020, 12:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die mündlichen Abitur-Prüfungen liegen jetzt hinter den meisten Lüner Schülern. Am Montag finden noch einige Prüfungen statt, und auch ein paar schriftliche „Nachzügler“ gibt es. Eigentlich könnten sich jetzt alle auf ihren Abi-Ball freuen, doch ob und wann der tatsächlich stattfindet, steht wegen der Corona-Krise noch nicht fest.

Vielleicht wird der Abi-Ball verschoben

„Der Abi-Ball ist ja Sache der Schüler. Da Großveranstaltungen derzeit nicht erlaubt sind, wird er definitiv nicht wie geplant kommende Woche stattfinden“, so Reiner Hohl, Leiter des Altlüner Gymnasiums, auf Anfrage. Noch überlegen die Schüler, ob er ganz ausfällt, oder ob sie ihn verschieben werden.

Ähnlich sieht es am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium aus. „Momentan ist die Planung des Abi-Balls und der Zeugnisvergabe ein heiß diskutiertes Thema“, sagt Tillmann Sancken. Der 17-Jährige ist Abiturient am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Derzeit werde im Gremium, in der Stufengruppe, im Familienkreis und auch auf der Leitungsebene der Schule diskutiert, wie man einerseits die Auflagen einhalten, aber die Zeugnisvergabe dennoch im festlichen Rahmen gestalten kann. Tillmann: „Es ist ein Dilemma und eine - fast schon - paradoxe Situation.“

Drei Alternativen am Stein-Gymnasium

Bei der aber mittlerweile eine Lösung in Sicht ist, zumindest was die Zeugnis-Vergabe betrifft. Schulleiter Heinrich Kröger und das Kollegium haben mehrere Modelle ausgearbeitet. Die endgültige Entscheidung wird wahrscheinlich am Montag (8.6.) getroffen - zusammen mit den Vertretern von Schülern und Eltern. Die hat Kröger am Freitag (5.6.) darüber informiert. „Es soll unter den gegebenen Umständen trotzdem festlich und würdevoll werden“, so Kröger.

Drei Alternativen gibt es für die Zeugnisvergabe: Die Aula, die Turnhalle oder draußen auf dem Schulhof. Fest steht der Termin: Am Samstag, 27. Juni, sollen die Stein-Abiturienten ihre Reifezeugnisse erhalten. Möglicherweise auch in kleineren Gruppen nacheinander.

Beim Thema „Abi-Ball“ gehen die Meinungen am Stein weit auseinander. Die einen wollen ihn so früh wie möglich machen, die anderen aufschieben bis ins nächste Jahr.

Gruppenweise Zeugnisse in der Aula am Altlüner Gymnasium

Am Altlüner Gymnasium werden die Zeugnisse in diesem Jahr in der Aula der Schule vergeben und nicht wie in den vergangenen Jahren im Heinz-Hilpert-Theater. Am 26. Juni, dem letzten Schultag, wird die Zeugnis-Vergabe für die Abiturienten in vier Gruppen stattfinden, so Reiner Hohl. „Es werden jeweils 17 bis 18 Schüler mit je zwei Begleitpersonen in die Aula kommen, dann können wir die Hygieneregeln einhalten.“

Die Abiturienten halten Kontakt per WhatsApp, egal ob es um Corona und die Folgen oder um Privates geht. „Die Prüfungen an sich liefen den Umständen entsprechend gut ab. Mehr Abstand halten und vorsichtigeres Verhalten waren unumgänglich“, so Tillmann Sancken. Auch wenn er selbst keine zusätzliche Belastung wegen Corona spürte, „weil in der Familie alle soweit gesund und ohne Vorerkrankungen sind“. Bei einigen Mitschülern, die selbst Vorerkrankungen haben, sei es gänzlich anders verlaufen.

Planungen fürs neue Schuljahr

Das Kollegium am Altlüner Gymnasium bereitet sich derweil auch auf die Zeit nach den Sommerferien vor, wie „auf ein ganz normales Schuljahr“, so Reiner Hohl. Klassen werden eingerichtet, Stundenpläne erstellt, Lehrer eingeteilt. „Klar ist, dass das Hygienekonzept, so wie es im Moment aussieht, im Vollbetrieb nicht umsetzbar sein wird. Wenn wir alle Klassen teilen müssen, dann reichen die Lehrer nicht aus. Und wir haben schon das Glück, dass es bei uns keine Ausfälle wegen Risikogruppen gibt.“

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