A3-Unfall: Schwierige Suche nach Verursachern

Nach dem tödlichen Unfall wegen einer hinabgestürzten Betonplatte an der A3 durch Baupfusch scheint die Suche nach den Verursachern schwierig: Laut einem Bericht des Verkehrsministeriums an den Landtag hatte eine Firma aus Gelsenkirchen 2007 die Stützwand errichtet, eine andere fertigte die Betonplatte an. Beide Unternehmen seien inzwischen aber insolvent. Ob eine der beiden Firmen auch die mangelhafte Befestigung veranlasste oder dafür zum Beispiel ein Subunternehmen engagiert wurde, blieb zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt.

18.11.2020, 10:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mitarbeiter eines Verkehrssicherungsdienstes gehen zu der Stelle, an der am Freitag (13.11.2020) eine Betonplatte auf das Auto einer 66-jährigen Kölnerin gestürzt war. Nach dem tödlichen Unfall mit einer Betonplatte auf der A3 bei Köln hat der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Gutachter mindestens ein weiteres absturzgefährdetes Teil entdeckt. Foto: Oliver Berg/dpa/Archiv

Mitarbeiter eines Verkehrssicherungsdienstes gehen zu der Stelle, an der am Freitag (13.11.2020) eine Betonplatte auf das Auto einer 66-jährigen Kölnerin gestürzt war. Nach dem tödlichen Unfall mit einer Betonplatte auf der A3 bei Köln hat der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Gutachter mindestens ein weiteres absturzgefährdetes Teil entdeckt. Foto: Oliver Berg/dpa/Archiv

Der Hersteller der hinabgestürzten Betonplatte - ein Unternehmen aus Hessen - meldete nach dpa-Informationen schon 2014 Insolvenz an und ist seit Jahren nicht mehr existent. Ein Teil der Betonplatten der betreffenden Stelle an der A3 wurde laut Straßen.NRW korrekt angebracht. Sechs seien aber ebenfalls falsch befestigt worden. Sie sollen nun schnellstmöglich abmontiert werden, um eine Gefährdung auszuschließen. An einer der Wände hatte der Gutachter der Staatsanwaltschaft einen bereits verbogenen Schweißanschluss mit erhöhter Rissgefahr entdeckt.

Eine 66 Jahre alte Kölnerin war am Freitag gestorben, als die Betonplatte aus der Wand auf ihr Auto gestürzt war.

Weitere Meldungen