A3: Geisterfahrer verursacht Unfall mit zwei Toten – Opfer verbrennt im Wagen

Unfallopfer verbrannt

Bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer auf der A3 sind am Samstagabend zwei Menschen gestorben. Der Falschfahrer stieß mit einem anderen Wagen zusammen, dessen Fahrerin verbrannte im Auto.

NRW

23.08.2020, 08:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Autobahn wurde nach dem Unfall für mehrere Stunden voll gesperrt.

Die Autobahn wurde nach dem Unfall für mehrere Stunden voll gesperrt. © picture alliance/dpa

Bei einem schweren Verkehrsunfall mit einem Geisterfahrer auf der Autobahn 3 bei Königswinter sind zwei Menschen gestorben.

Wie die Feuerwehr Sankt Augustin am späten Samstagabend mitteilte, befuhr ein Pkw gegen 20 Uhr auf der Autobahn die Fahrbahn nach Köln in die falsche Richtung. Kurz vor der Anschlussstelle Siebengebirge stieß er auf der Überholspur mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen.

Dabei wurde der Wagen des Falschfahrers über die Mittelleitplanke auf die Fahrbahn Richtung Frankfurt geschleudert und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und starb noch vor Ort.

Zweiter Fahrer verbrannte in seinem Wagen

Das andere Fahrzeug, in dem eine Frau saß, brannte aus. Auch ein Hund starb in dem Wagen. Ersthelfer versuchten vergebens, den Wagen zu löschen. Das Opfer konnte nicht aus dem Fahrzeug befreit werden.

Die Autobahn wurde für mehrere Stunden in beiden Richtungen voll gesperrt. Der Verkehr wurde abgeleitet.

Die Polizei versucht nun, die Hintergründe zu klären. Dazu werde auch im Umfeld des bei dem Unfall tödlich verletzten Mannes ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Autobahnpolizei konnte den Wagen nicht stoppen

Denn eine Streife der Autobahnpolizei hatte am Samstagabend vergeblich versucht, den Falschfahrer zu stoppen. Die Polizisten hätten sich auf der anderen Fahrbahn neben den Wagen des Falschfahrers gesetzt und versucht, über die Mittelleitplanke hinweg Kontakt zu ihm aufzunehmen. Das sei aber nicht gelungen. Die Polizisten wurden Zeugen des Frontalzusammenstoßes.

Der Falschfahrer, zu dem die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben machten, soll mit seinem Auto an der Raststätte Sülztal falsch auf die in Richtung Oberhausen führende Fahrbahn gefahren sein.

dpa/kar

Meistgelesen