81-Jähriger wegen Mordes an Partnerin vor Gericht

Ein 81-jähriger Mann schlägt mit einem Hammer auf seine Partnerin ein, sticht immer wieder mit einem Messer zu und würgt sie. Jetzt steht er wegen Mordes vor Gericht.

11.09.2020, 03:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund sechs Monate nach dem grausamen Tod seiner Partnerin muss sich ein 81 Jahre alter Mann aus Gladbeck im Kreis Recklinghausen wegen Mordes vor Gericht verantworten. Der Angeklagte soll am 16. März 2020 zunächst mit einem Hammer auf seine 73-jährige Lebensgefährtin eingeschlagen, dann auf sie eingestochen und sie schließlich auch noch gewürgt haben. Zum Prozessauftakt vor dem Essener Schwurgericht berief sich der Rentner am Freitag auf einen „Blackout“. „Ich kann mich an nichts erinnern“, sagte er den Richtern.

Die Ärzte hatten damals allein 26 Hautdurchtrennungen an der linken Schläfe gezählt. Außerdem war der 73-Jährigen mit einem Brotmesser vom Unterkiefer aus so tief durch den Kopf gestochen worden, dass die Klinge auf der anderen Seite des Schädels wieder ausgetreten war.

Vor Gericht erzählte der 81-Jährige von Alltagsstreitigkeiten bei der Gartenarbeit und beim Essen. Mal sei es um das Beschneiden der Sträucher gegangen, mal um die Dicke der Brotscheiben. Unmittelbar vor der Tat soll ihn seine Partnerin, mit der er 17 Jahre zusammengelebt hatte, aufgefordert haben, die Wohnung zu verlassen. „Sie hat mich beschimpft und durch ein Wort gedemütigt“, sagte er den Richtern. An den genauen Wortlaut könne er sich aber nicht mehr erinnern.

Dass er der Täter ist, will er nicht bestreiten. „Ich muss das wohl gemacht haben - in irgendeinem Zustand“, so der Rentner. Er sei aber erst am nächsten Tag im Krankenhaus wieder zu sich gekommen, wo er aufgrund eigener Verletzungen an den Händen behandelt worden ist.

Mit einem Urteil ist voraussichtlich Ende Oktober zu rechnen.

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