70 Jahre nach Sprung: Legende von Elefantin „Tuffi“ lebt

Der Sprung einer kleinen Elefantin aus der Schwebebahn in Wuppertal bewegt nach 70 Jahren weiter die Gemüter: Die Geschichte der wagemutigen „Tuffi“ ist in einem Kinderbuch verewigt, das Motiv ist als Schneekugel, Plätzchenausstecher und Seife zu haben. „Das schlägt immer noch Riesenwellen“, berichtete Martin Bang, der Leiter des Wuppertaler Stadtmarketings, am Dienstag zum 70. Jahrestag des Elefanten-Sprungs.

21.07.2020, 12:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Plätzchenausstecher der Schwebebahn und des Elefanten Tuffi liegen auf einem Tisch. Foto: Wuppertal Marketing/dpa/Archiv

Ein Plätzchenausstecher der Schwebebahn und des Elefanten Tuffi liegen auf einem Tisch. Foto: Wuppertal Marketing/dpa/Archiv

Fotos von der Sensation am 21. Juli 1950 gibt es nicht. Die vierjährige Elefantin fuhr zu Werbezwecken für einen Zirkus bei einer normalen Linienfahrt in der Schwebebahn. Weil der Dickhäuter jung, aber trotzdem schwergewichtig war, wurden spaßeshalber mehrere Tickets gelöst. Der Mitautor des Kinderbuchs „Tuffi und die Schwebebahn“, Ernst-Andreas Ziegler, berichtet, das Tier sei durch die Blitzlichter der Fotografen, die Enge und das Schaukeln der Bahn panisch geworden.

„Tuffi“ durchbrach die Außenwand der Kabine, sprang in die Tiefe - und landete unverletzt in einem Schlammloch der Wupper. Die Elefantin lebte danach noch viele Jahre und wurde zur Hauptattraktion in ihrem Zirkus. Heute gibt es wieder eine „Tuffi“ in Wuppertal: Ein junger Elefant im Wuppertaler Zoo erhielt 2016 den berühmten Namen. Zum Jubiläum an diesem Dienstag haben die Wuppertaler das Ereignis auch auf einem Memo-Euro-Schein verewigt.

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