70-Jährige vermisst Geld nach Razzia: Klage abgewiesen

Eine 70 Jahre alte Frau hat das Land Nordrhein-Westfalen vergeblich auf Rückgabe von 36.000 Euro verklagt, die angeblich bei einer polizeilichen Durchsuchung ihrer Wohnung verschwunden waren. Das teilte ein Sprecher des Bonner Landgerichts am Montag auf Anfrage mit. Die Klägerin aus Troisdorf hatte in dem Prozess erklärt, das Bargeld habe sie in einer sommerlichen Damenjacke versteckt gehabt. Bei einer gegen ihren Sohn gerichteten Hausdurchsuchung wegen Waffenbesitzes im Frühjahr 2018 sei ein Karton mitsamt der darin liegenden Jacke und dem Geld beschlagnahmt worden. Die Richter wiesen die Klage als unbegründet ab, da die 70-Jährige nicht beweisen konnte, dass es diesen Betrag je gab. Kein Zeuge hatte das Geld gesehen.

30.03.2020, 16:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die Vorwürfe bestritten und erklärt, die Frau hätte bei der Durchsuchung einen Hinweis geben müssen. Zur Herkunft meinte die Troisdorferin, sie habe nach der Trennung von ihrem Ehemann einen Barbetrag von zunächst 50.000 Euro nicht auf die Bank gebracht, sondern in einem Briefumschlag in einem Schrank verwahrt. Als ihr Sohn ihre Zwei-Zimmer-Wohnung als Lager nutzen wollte, habe sie die restliche Summe von 36 000 Euro in der Damenjacke versteckt und diese in dem Karton verstaut.

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