18-Jährige in Zwangsprostitution gedrängt: Prozessbeginn

Wegen Zwangsprostitution stehen ab heute zwei Brüder vor dem Düsseldorfer Landgericht. Der mit 32 Jahren Ältere soll eine 18-jährige Berufsschülerin mit der „Loverboy-Masche“ nach Düsseldorf gelockt und sie gewaltsam zur Prostitution und zum Gruppensex mit Freunden und Bekannten gezwungen haben. Die inzwischen 20 Jahre alte Frau war nach Gerichtsangaben im Juni 2019 geflohen und hatte ihren Peiniger angezeigt. Der 32-Jährige soll von ihr innerhalb von zehn Monaten über 80 000 Euro kassiert haben.

21.07.2020, 02:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Schriftzug „Landgericht Düsseldorf“ hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Der Schriftzug „Landgericht Düsseldorf“ hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Der Prozess gegen die Brüder ist bis Mitte Oktober geplant. Der jüngere, 23 Jahre alte Angeklagte soll die junge Frau mehrfach zu Sex-Terminen gefahren haben, er ist als Helfer mitangeklagt. Den Angeklagten drohen mehrjährige Haftstrafen.

NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat sich für eine länderübergreifende Initiative im Kampf gegen sexuelle Ausbeutung ausgesprochen. Viele junge Frauen würden über soziale Netzwerke angesprochen. Die Digitalisierung mache an den Ländergrenzen nicht halt, hatte die Ministerin im Frühjahr gesagt.

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