1. FC Köln erhält Nachhaltigkeitszertifikat

Möglichst keine Flugreisen mehr, Hybrid-Autos für die Spieler und Trikots aus recycelbarem Polyester: Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat als erster Profiverein in Deutschland das Nachhaltigkeitszertifikat des „Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung“ der Universität Witten/Herdecke erhalten. Man wolle „bewusst Impulsgeber für den Fußball und darüber hinaus sein“, sagte Vize-Präsident Eckhard Sauren am Dienstag.

15.09.2020, 11:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick auf das Geißbockheim dem Clubhaus des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archiv

Blick auf das Geißbockheim dem Clubhaus des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archiv

Der FC investiert künftig jedes Jahr einen fünfstelligen Betrag und wird sich jährlich vom TÜV Rheinland auf die Einhaltung seiner Ziele überprüfen lassen. Aspekte wie Mülltrennung auf dem Vereinsgelände oder den Wasserverbrauch auf Platzanlagen habe der Verein schon immer im Blick gehabt, versicherte Geschäftsführer Alexander Wehrle, nun sind weitere konkrete Ziele benannt.

So sollen die Profis „wenn möglich Flugreisen vermeiden“, erklärte Wehrle. In der Saison 2018/19 hatte die Mannschaft von den 17 Reisen zu Auswärtsspielen noch zehn mit dem Bus, fünf mit dem Flugzeug und nur zwei mit der Bahn absolviert. Diese soll nun das Standard-Beförderungsmittel werden.

Zuletzt war die Nationalmannschaft kritisiert worden, weil sie von Stuttgart nach Basel flog statt die rund 260 Kilometer auf der Straße oder Schienen zurückzulegen. „Es wird aber natürlich auch Ausnahmen geben“, sagte Wehrle, „zum Beispiel in Englischen Wochen oder wenn es logistisch nicht anders geht“.

Die 108 umfassende Fahrzeug-Flotte der Spieler und Funktionäre soll nach und nach komplett auf Hybrid- oder E-Fahrzeuge umgestellt werden. Die Trikots sollen ab der Saison 2022/23 aus recycelbarem Polyester gefertigt sein. „Hier müssen aber natürlich Qualitätsstandards eingehalten werden“, sagte Wehrle: „Die Trikots dürfen nicht reißen, wenn man daran zieht.“

Weitere Ziele: Die Kölner wollen ab 2021 klimaneutral wirtschaften, den CO2-Ausstoß so weit wie möglich reduzieren und Bäume pflanzen. Der FC engagiert sich zudem weiter stark für die Tafeln in Köln und setzt ein Prozent seiner Arbeitskraft dafür ein. Zudem müssen ab 2023 alle Merchandising-Zulieferer sozial zertifiziert sein.

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