Die Radstation am Verkehrshof Brambauer wird wieder in Betrieb genommen. Das hat der Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität in Lünen beschlossen. © Foto: Matthias Schmidt (A)
Radstation

Unterstand für Fahrräder: Radstation in Brambauer wird wiederbelebt

Radfahrende können ihre Fahrräder bald wieder in der Radstation am Verkehrshof Brambauer unterbringen. Der finale Beschluss dazu wurde gefasst.

Rund sieben Jahre liegt die Schließung der Radstation am Verkehrshof Brambauer nun zurück. Ab 2022 werden Fahrradfahrende wieder die Möglichkeit erhalten, ihre Räder dort sicher abzustellen. Der Zugang soll mit einem Chip geregelt werden. Außerdem soll eine Videokontrolle erfolgen.

In ihrer Mitteilung verweist die Stadtverwaltung auf ähnliche Radstationen in Kamen und Schwerte. Dort hätten sich die Kosten auf etwa 60.000 bis 80.000 Euro belaufen. Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität (UKM) hatte dem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion einstimmig zugestimmt. Die Partei fordert zudem, Fördermöglichkeiten zu prüfen.

Monatliche Kosten belaufen sich auf 500 Euro

Übliche Programme würden Förderquoten von 80 bis 95 Prozent aufweisen. Die Stadt müsste dann einen Eigenanteil von den restlichen fünf bis 20 Prozent zahlen. Für den Betrieb mit Chipsystem, Reinigung und Videokontrolle müssten monatlich 500 Euro im städtischen Haushalt eingeplant werden.

Der Betreiber der Radstation am Hauptbahnhof zeige Interesse, eine solche ebenfalls am Verkehrshof Brambauer zu betrieben, heißt es weiter in der Mitteilung der Verwaltung. Die Station solle an das Netz von acht Radstationen und sechs Radparkhäuserin im Kreis Unna angeschlossen werden. Mit dem Kreis sollen außerdem nochmals Gespräche über den Status als Mobilstation geführt werden.

SPD: Klimanotstand verpflichtet zu Klimaschutz-Projekten

Die SPD-Fraktion begründet ihren Antrag mit dem Klimanotstand, den der Rat der Stadt im Juli 2019 ausgerufen hatte. Dies bringe die Verpflichtung mit sich, Projekte und Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen. Mit der Wiederbelebung könne ein Beitrag zur Verkehrswende geleistet werden. Die SPD argumentiert, dass der Umstieg auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Kombination mit dem Rad für die Menschen deutlich attraktiver werde.

„Gleichzeitig liegt Lünen beim Fahrradklima-Test des ADFC nur auf Platz 56 von 110 mittelgroßen Städten“, schreibt die Partei. Zudem würden Radfahrende die Lippestadt nur mit der Schulnote vier bewerten. Auch dabei könne die Wiederbelebung der Radstation am Verkehrshof Brambauer zur Verbesserung beitragen. Die SPD ist sich sicher, dass die Radstation ausgelastet sein wird. Denn seit einigen Jahren sei der Trend zu beobachten, dass Fahrräder immer teurer werden – und sicher abgestellt werden müssen.

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