Zum Schwimmbad-Angebot in Lünen haben 75 Prozent der Teilnehmer unserer Online-Umfrage eine klare Meinung. Das Lippe-Bad (Foto) ist zurzeit geschlossen. Nur das Freibad Cappenberger See ist geöffnet. © Bädergesellschaft
Online-Umfrage

Umfrage: Reicht ein Schwimmbad für 88.000 Menschen in Lünen?

Wir haben online gefragt: War es richtig, im Corona-Sommer das Baden im Horstmarer See zu verbieten? Und reicht das Schwimmbad-Angebot? 765 Lünerinnen und Lüner haben geantwortet - deutlich.

Bei mehr als 30 Grad Hitze ist der Gedanke an eine kostenlose Abkühlung verlockend. Der Horstmarer See, das kostenlose Strandbad in Lünen, ist allerdings nicht überlaufen, sondern leer.

Die Stadt hat den See in diesem Corona-Sommer gesperrt – für Schwimmer und Sonnenanbeter gleichermaßen. Eine Entscheidung, die auf unterschiedliches Echo stößt. Die deutliche Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserer Online-Umfrage hat dazu aber eine ganz klare Meinung: richtig so. Die Beurteilung der Lüner Bäderfrage ist ebenso eindeutig- aber negativ.

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„Das Baden im Seepark Horstmar zu verbieten und den Strand abzusperren, waren richtige Entscheidungen im Corona-Sommer.“ Fast die Hälfte (48,6 Prozent) der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserer nicht repräsentativen Online-Umfrage finden, dass dieser Satz voll und ganz zutrifft. Nimmt man die 15 Prozent dazu, die sagen, dass das eher zutrifft, wächst die Zustimmung noch mehr: eine starke Unterstützung für die Entscheidung der Stadtverwaltung. So viel Zustimmung ist bei den anderen 41 Fragen zur Zufriedenheit mit der Stadtverwaltung eher selten.

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Auf die pauschale Frage, wie zufrieden man insgesamt sei mit der Arbeit der Stadtverwaltung, haben mehr als die Hälfte geantwortet: eher unzufrieden bis ganz unzufrieden. Dieses Pauschalurteil verstellt aber nicht den Blick auf gute Leistung in einzelnen Bereichen: Die Corona-Krise, so empfindet es die Hälfte, habe die Stadtverwaltung bislang gut gemeistert. Das passt zum überwiegenden Lob für die Entscheidung, den Horstmarer See zu sperren. Was die Bäderfrage angeht, gibt es ordentlich Gegenwind.

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Dreiviertel der Befragten hadert mit den Schwimmbadschließungen der vergangenen Jahre und der Konzentration des Bäderbetriebs auf wenige Standorte. Aktuell gibt es für die mehr als 88.000 Lünerinnen und Lüner ein einziges Freibad: den Cappenberger See. Dort dürfen aufgrund der Corona-Vorschriften aber nur 300 Menschen gleichzeitig sein.

Nur jeder fünfte, der sich an der Umfrage beteiligt hat, findet dieses Angebot an Schwimmbädern ausreichend. 75 Prozent halten es dagegen für zu klein. Die Zufriedenheit mit den anderen Sportstätten ist deutlich größer. Fast 40 Prozent finden das aktuelle Angebot an Hallen und anderen Sportstätten „gerade richtig“.

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Auch wenn sie mit 765 Personen eine hohe Teilnehmerquote aufweist: Unsere Online-Umfrage ist nicht repräsentativ. Schließlich sind wir nicht auf einen Querschnitt der Lüner Bevölkerung zugegangen, sondern umgekehrt: Jeder, der Lust und einen Online-Zugang hatte, machte mit. Die Bandbreite ist dennoch groß und verteilt sich fast gleichmäßig auf die Altersgruppen.

Über die Autorin
Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe
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