Isabelle Schomacker ist Grundschullehrerin an der Leoschule in Lünen. © Isabelle Schomacker
Schulen und Corona

Schulumfrage Lünen: Grundschullehrerin erzählt von Corona-Erfahrungen

Seit fast einem Jahr rüttelt Corona die Schullandschaft durch. Immer wieder ist die Digitalisierung Thema. Wir haben eine Umfrage gemacht und mit einer Lüner Lehrerin gesprochen.

In unserer großen Schulumfrage haben wir Eltern, Lehrer und Schüler im gesamten Verbreitungsgebiet zwischen Dortmund und Ahaus nach den technischen Voraussetzungen gefragt, mit denen sie den Lockdown bewältigen. Insgesamt haben 2240 Personen an der Umfrage teilgenommen. In Lünen hatte die Umfrage 100 Teilnehmer. Wir haben uns die Ergebnisse angeschaut und mit einer Lüner Grundschullehrerin über ihre Erfahrungen mit dem Homeschooling gesprochen.

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Etwas mehr als die Hälfte der Befragten sind Eltern, 35 Prozent sind Lehrerinnen und Lehrer und zehn Prozent sind Schülerinnen und Schüler. Der Großteil der Befragten ist an einer weiterführenden Schule beschäftigt, besucht sie oder hat Kinder, die dorthin gehen. In Lünen haben außerdem viele Teilnehmer die Förderschule als ihre Schulform angegeben.

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Wir haben unsere Teilnehmer gefragt, welche digitalen Hilfsmittel vor der Corona-Pandemie eingesetzt wurden. Besonders auffällig: 15 Prozent aus der Eltern- und Schülerschaft hatten den Eindruck, dass vor der Pandemie „gar keine“ technischen Hilfsmittel eingesetzt wurden. Unter den Lehrern sind es nur sechs Prozent.

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iPads schon vor Corona ein Thema

Isabelle Schomacker ist Grundschullehrerin an der Leoschule in Lünen. Mittlerweile hat sie viele Wochen des Homeschoolings durchlebt. Für das Unterrichten aus der Ferne hat sie inzwischen einen genauen Plan: „Ich habe die ganze Zeit die Online-Plattform Logineo-LMS benutzt. Die Kinder bekommen für jeden Tag ihre Aufgaben und morgens machen wir eine verpflichtende Videokonferenz.“ Auf der Onlineplattform bekommen die Drittklässler unterschiedlichste Aufgabenformate, vom Erklärvideo über Arbeitsblätter bis hin zu Links mit Onlineinhalten.

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Auch schon vor Corona habe es in den Schulen iPads und technische Geräte gegeben. Isabelle Schomacker: „Die Schüler waren dann eher gehypt auf irgendwelche Spiele. Richtig eingesetzt haben wir die iPads vor Corona vor allem im Förderunterricht.“ Im Homeschooling, das seit dem 22. Februar für die Grundschulen aufgehoben wurde, haben die Kinder zumindest immer ein Handy gehabt, um an den Konferenzen teilzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler hätten sich immer wieder schnell mit der Technik vertraut gemacht: „Die Kinder waren da immer super fit drauf. In den Videokonferenzen haben die gar nicht die Hilfe von ihren Eltern gebraucht.“

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Einige Dinge, die Isabelle Schomacker anwenden musste, sind auch für sie neu gewesen: „Es ist nicht so, als ob ich da nichts könnte, aber ein paar Sachen muss man da ja auch lernen.“ Hilfe habe sie sich immer von ihrem Schulleiter oder Kollegen holen können. Viele der neuen Dinge, die sie durch Corona ausprobiert hat, sind mehr als nur Corona-Überbrückungen: „Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dann auch mal die Erklärvideos in eine normale Englischstunde einzubinden.“ Eine Mehrheit der befragten Lehrer in unserer Umfrage gab an, keine Fortbildungen bekommen zu haben.

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Obwohl die Erfahrungen der Grundschullehrerin mit dem Homeschooling fast durchgehend positiv sind, sieht sie die Belastung, die durch Corona auf den Schülerinnen und Schülern lastet: „Am Anfang waren alle Kinder motiviert und aufgeregt. Es sind aber auch viele Kinder dabei, die wirklich keine Sozialkontakte mehr haben und das merkt man.“ Dass der Präsenzunterricht wieder angelaufen ist, sei deswegen für die Psyche der Kinder wichtig gewesen.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga
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