Unbekannte haben Montagabend ein Hinweisschild für Radfahrer auf die Gleise der Bahnstrecke zwischen Lünen Hauptbahnhof und Lünen Preußen gelegt. Ein Zug hat das Schild überfahren. © Bundespolizei
Vandalismus

Schild auf den Gleisen in Lünen: „Kein Dumme-Jungen-Streich“

Ein Verkehrsschild auf den Gleisen hat am Montagabend (14.12.) für Verspätungen zwischen Lünen Hauptbahnhof und Lünen Preußen gesorgt. Laut Polizei war das kein „Dumme-Jungen-Streich“.

Ein Verkehrsschild auf den Gleisen zwischen Lünen Hauptbahnhof und Lünen Preußen hat am Montagabend für Verspätungen im Bahnverkehr gesorgt.

Zunächst war ein Zug der Linie RB 50 über das Schild gefahren. Ein Zugführer auf der Gegenstrecke habe den Vorfall gesehen, angehalten, dass Schild entfernt und die Polizei informiert, wie Volker Stall, Sprecher der zuständigen Bundespolizei Dortmund, am Dienstag (15.12.) auf Anfrage erklärt.

Weitere Züge sollten „auf Sicht“ – also deutlich langsamer – fahren. Auf der Suche nach den Tätern und eventuellen weiteren Hindernissen auf den Gleisen setzte die Bundespolizei auch einen Hubschrauber ein. Der Einsatz verlief allerdings ohne weitere Ergebnisse und wurde um 20.30 Uhr beendet.

Gefährlich für Passanten und Täter

Die Bundespolizei hat ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. „Das ist kein Dumme-Jungen-Streich“, so Stall. Je nach Umständen und Schäden können Haftstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren drohen.

Abgesehen von Sachschäden könnten durch umherfliegende Splitter auch Passanten verletzt werden. Auch das Betreten der Gleise selbst ist verboten. Dort besteht Lebensgefahr durch den Zugverkehr.

Jetzt ermittelt die Polizei und sucht nach Hinweisen auf den oder die Täter. Das sei in diesem Fall schwierig, so Stall weiter. Denn die offene Bahnstrecke nicht videoüberwacht.

Über den Autor
Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus
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