Berkay Baskale (Autohaus Rörentrop) unterstützt den Besucher beim Auffüllen seiner leeren Trinkflasche.
Berkay Baskale (Autohaus Rörentrop) unterstützt den Besucher beim Auffüllen seiner leeren Trinkflasche. © Bastian Becker
Nachhaltigkeit

Nur Insidern bekannt: Hier gibt es in Lünen kostenloses Trinkwasser

Gleich sechs Möglichkeiten gibt es in Lünen, seine leere Trinkflasche aufzufüllen. Der Besuch zeigt: Das Angebot für kostenloses Wasser ist bei weitem nicht allen ein Begriff.

Sommerliche Hitze und zu wenig zu trinken dabei: Diese Kombination muss nicht dazu führen, dass man direkt nach dem nächsten Supermarkt sucht. Denn auch in Lünen gibt es an sechs Orten sogenannte Refill-Stationen. Hier kann man kostenfrei Wasser in mitgebrachte Flaschen auffüllen und so Plastikmüll vermeiden. Hier ist das in Lünen möglich:

  • „Ich hätte kein Problem damit, jeder darf sich an unserem Wasserspender bedienen“, bekräftigt Ali Sümer, Betriebsleiter bei der Ares GmbH, Wilfried-Diekmann-Straße 10 in Brambauer. In den drei Monaten, seit er da sei, habe sich aber noch niemand gemeldet, ihm selbst war Refill bislang überhaupt kein Begriff. Hier gibt es Wasser gekühlt und in Zimmertemperatur, mit und ohne Kohlensäure.
  • Immerhin zwei Mal während der jüngsten Hitze hätten Besucher nach dem Wasser gefragt, erklärt Christine Milder. Die Mitarbeiterin beim Autohaus Rörentrop, Kupferstraße 4, weiß, dass das Angebot schon seit einigen Jahren existiert. „Es ist aber wohl noch nicht so publik, dass man das bei uns machen darf“, vermutet sie. Man habe sich an der Aktion beteiligt, um Gewissheit herzustellen, dass es auf jeden Fall etwas zu trinken gibt. Lehrling Berkay Baskale hilft beim Auffüllen der Flasche mit Leitungswasser am Wasserhahn.
  • „Wenn einer fragen würde, bekommt er es selbstverständlich. Aber in den letzten zwei Jahren kam nie jemand“, berichtet Nadine Treser, Verkäuferin bei Ballontraum, Preußenstraße 24 in Lünen-Süd. Wenn ihr jemand seine Flasche mitgibt, füllt sie diese in der Küche auf. Das Geschäft macht aus Überzeugung seit Eröffnung vor etwa drei Jahren mit: „Ich finde, das ist eine klasse Aktion.“
  • Während die Zahl der Corona-Tests zurückgeht, wartet im Testzentrum der Johanniter, Viktoriastraße 3, eine weitere Refill-Anlage auf die Besucher. Die Mitarbeiter vor Ort wissen allerdings nicht, ob diese bislang genutzt wurde. Kürzlich habe man sich noch beim Blick auf das Refill-Symbol vor der Tür gefragt, wofür dieses eigentlich steht.
  • Ziemlich versteckt liegt das Gebäude Bebelstraße 66a. Hier bietet Mandy Heinrichs im ersten Obergeschoss Kurse für Kinder im Alter bis zu drei Jahren an. Seit mehreren Jahren macht sie bei Refill mit. „Mütter, die für die Kinder nichts dabeihaben, nutzen unseren Wasserhahn schon mal. Ansonsten kommt bislang keiner. Aber wir sind sehr offen“, betont die Kursleiterin.
  • Am Rande der Innenstadt bietet Schreiter Architekten, Lange Straße 81a, ebenfalls eine Möglichkeit, Trinkwasser nachzufüllen. Der Auszubildende Niklas Wildeboer öffnet die Tür und hilft beim Füllen der Flasche am Wasserhahn. „Sie sind der erste, der deswegen kommt, obwohl wir das auf unserer Homepage veröffentlicht haben“, meint eine Mitarbeiterin.
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