Auf diesem dicht bewachsenen Gelände im südöstlichen Geistviertel in Lünen an der Röntgenstraße soll eine neue Kita entstehen. © Julian Preuß
Kita-Neubau

Neue Kita in Lünen: Geplantes Projekt im Geistviertel sorgt für Widerstand

In Lünen soll an der Röntgenstraße eine neue viergruppige Kita samt Großtagespflegestelle entstehen. In der Politik regt sich allerdings Widerstand gegen das dreigeschossige Gebäude.

Von der Straße Auf der Kniepe führt ein schmaler und ungepflegter Fußweg zur Röntgenstraße. Auf der linken Seite befindet sich ein rund 1460 Quadratmeter großes Brachgelände. Das Gelände im südöstlichen Bereich des Lüner Geistviertels ist zugewuchert. Hohe Pflanzen machen es fast unmöglich einen Überblick über die Fläche zu erlangen. Ein altes Zaunplakat weist darauf hin, dass dort zwei Einfamilienhäuser entstehen sollen.

Ein altes Zaunplakat weist noch auf den Bau zweier Einfamilienhäuser hin.
Ein altes Zaunplakat weist noch auf den Bau zweier Einfamilienhäuser hin. © Julian Preuß © Julian Preuß

Doch nun soll dort eine neue Kita entstehen. Platz für vier Gruppen soll diese bieten. 16 Kinder unter drei Jahren sowie 58 bis 64 Kinder über drei Jahren könnten dann betreut werden. Zusätzlich soll es eine Großtagespflegestelle geben. Die Verwaltung strebe seit 2019 den Bau einer solchen Kita im Bereich Mitte an, so geht es aus der Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Lünen hervor.

Kita-Gebäude soll laut Plan dreigeschossig errichtet werden

Drei Geschosse solle der Neubau haben. Dies sei nötig, um den vier Gruppen draußen ausreichend große Spielflächen zur Verfügung stellen zu können. Je Kind seien mindestens zehn Quadratmeter vorgesehen, heißt es in der Vorlage. Pro Kitajahr würden die Betriebskosten, bzw. die laufenden Kosten etwa 550.000 Euro betragen.

Auf dem Grundstück solle es nur für die Mitarbeitenden entsprechende Parkmöglichkeiten geben. Für Eltern seien dort keine Stellplätze vorgesehen. Zudem sei die Röntgenstraße nicht geeignet, um Kinder zur Kita zu bringen oder sie abzuholen. Stattdessen sieht die Vorlage im vorderen Bereich der Grünfläche Auf der Kiepe vier bis sechs Parkplätze vor.

Auf dieser Grünfläche sollen laut Vorlage mehrere Autostellplätze entstehen, die von Eltern genutzt werden können.
Auf dieser Grünfläche sollen laut Vorlage mehrere Autostellplätze entstehen, die von Eltern genutzt werden können. © Julian Preuß © Julian Preuß

Doch genau diese beiden Aspekte sorgen für Kritik seitens der Lüner Politik. Die SPD-Fraktion wolle zwar einer Kita an dem besagten Standort grundsätzlich zustimmen, hieß es in dem Ausschuss. Dennoch wolle sie einen Änderungsantrag anbringen. Darin werde sie die Reduzierung auf ein zweigeschossiges Gebäude und den Verzicht auf die Parkplätze auf der Grünfläche fordern.

Ausschuss vertagt Antrag in den Rat

Arnold Reeker, technischer Beigeordneter der Stadt Lünen, signalisierte bereits die Bereitschaft, dass auf eine dritte Etage verzichtet werden könne. Er sei zuversichtlich, auch für die Parkplätze eine zufriedenstellende Lösung zu finden. An den Betriebskosten werde sich im Falle eines zweigeschossigen Gebäudes nichts verändern.

Wegen des angekündigten Änderungsantrages gab der Haupt- und Finanzausschuss keine Beschlussempfehlung für Ratssitzung am kommenden Donnerstag (16.9.) ab. Dementsprechend wurde der Bauantrag in den Rat vertagt.

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